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08.01.2019
News  
 

„Wintersteller“ bei Papst-Audienz

Vor 200 Jahren erklang erstmals das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Aus diesem Anlass organisierten die Schützen eine Wallfahrt nach Rom. Höhepunkt war die Audienz beim Papst im Vatikan.

Rom, Kitzbühel | „Es war sehr erhebend“ – nach seiner Rückkehr aus Rom stand der Kommandant des Wintersteller Schützenbataillons, Hans Hinterholzer, auch noch Tage später nach wie vor ganz im Bann der Reise  nach Rom.

Grund dieser ganz besonderen Wallfahrt war das 200-Jahr-Jubiläum des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Das Weihnachtslied erklang erstmals am 24. Dezember 1818 in Oberndorf (Salzburg), doch berühmt gemacht haben es Tiroler Sängerinnen und Sänger aus dem Zillertal. Aus diesem Anlass haben die Tiroler Schützen eine Wallfahrt nach Rom organisiert. Mit dabei waren auch LH Günther Platter und Bischof Hermann Glettler ebenso wie die Initiatorin der Reise, die Südtiroler Sängerin Anneliese Breitenberger.

Papst Franziskus empfing die Tiroler Delegation knapp vor Weihnachten im Vatikan und spendete den weihnachtlichen Segen. LH Platter, Bischof Glettler und die Landeskommandanten der Schützenbünde von Tirol, Südtirol und Welschtirol, Fritz Tiefenthaler, Elmar Thaler und Enzo Cestari, überreichten dem Heiligen Vater ein Geschenk – eine „Stille Nacht“-Zirbenholzkiste mit den Noten des Weihnachtsliedes, Kerzen, Tee, Keksen und einem Klotzenbrot.

Auch eine Delegation der Wintersteller Schützen war mit dabei. „Wir mussten uns ja im Sommer schon anmelden. Es gab ja nur eine gewisse Anzahl  an Plätzen, die auch schnell weg waren“, schildert Hinterholzer, der mit sieben Schützenkameraden und einigen Damen an der Audienz teilnahm.

Beeindruckende Messfeier im Petersdom

Bereits am Vorabend fand eine Messfeier im Petersdom statt, die von einem rund  150 Stimmen starken Ensemble von SängerInnen und MusikantInnen aus Tirol umrahmt wurde. „Wir konnten in der Papststadt in Erinnerung rufen, dass dem heute bekanntesten Weihnachtslied von Tirol aus Gehör in der ganzen Welt verschafft wurde“, meinte LH Günther Platter.
Schon diese Messe war mehr als beeindruckend für die Delegation aus dem Bezirk Kitzbühel, doch vor allem die Audienz bei Papst Franziskus wird sich ins Gedächtnis der Kitzbüheler einbrennen. „Es war ein einmaliges Erlebnis in diesem riesigen Saal, in dem fast 7.000 Personen Platz finden“, erzählt der Schützenkommandant. Auch wenn die „Wintersteller“ im Saal weiter hinten platziert waren, war es doch für alle Beteiligten ein ganz besonderer Moment „den wir sicher nie vergessen werden“.

­Landesschützenkommandant Fritz Tiefenthaler erklärte, "nach dem erfolgreichen Abschluss des Reflexionsprozesses und mit Vorliegen der Forschungsarbeit ‚Die Tiroler Schützen in der NS-Zeit’ beenden wir mit einer berührenden Wallfahrt ein bewegtes Schützenjahr.“ mak

Bild: Die Delegation der Wintersteller Schützen vor der Audienz beim Papst – rund  500 Schützen aus allen Teilen des Landes waren in Rom mit dabei. Foto: Hinterholzer

 
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