13.07.2016
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„Wilde Ski-Ehe“ wurde geschlossen

Ohne umfassendes Vertragswerk im Hintergrund kooperieren die beiden Skipassverbünde ab der kommenden Wintersaison. Damit entsteht der zweitgrößte Verbund der Welt.

Ellmau | Mit einer „wilden Ehe“ vergleichen die Verantwortlichen den Zusammenschluss der beiden Kartenverbünde, denn ein umfassenden Vertragswerk im Hintergrund gibt es nicht. „Wir werden zwar nicht heiraten, aber mit allen Vorteilen zusammenleben“, veranschaulicht Hansjörg Kogler, Sprecher der Kitzbüheler Alpen AllStarCard und Geschäftsführer der Bergbahnen Westendorf bei der Präsentation am vergangenen Mittwoch in Ellmau.

Nur Snowcard hat größeres Angebot

Mit dem Zusammenschluss von der Kitzbüheler Alpen AllStarCard und der Salzburger Super Ski Card entsteht der zweitgrößte Skikartenverbund der Welt. Nur die Snowcard Tirol, die 91 Tiroler Skigebiete vereint, bietet ein größeres Angebot.

Ein Angebot für den Skifahrer mit viel Zeit

„Für unsere Gäste bleibt eigentlich fast alles beim Alten“, erklärt Kogler. Aber eben nur fast, denn für den Skigast erschließt sich ab kommenden Winter ein riesiges Gebiet bestehend aus 25 Skiregionen, das sich über sechs Bundesländer und zwei Staaten erstreckt. Die Kitzbüheler Alpen AllStarCard verdreifacht damit ihr Angebot. „Die Karte spricht den sportlichen Skifahrer an, der Zeit hat und die Abwechslung sucht“, erklärt Ferdinand Eder, Vorsitzender der Salzburg Super Ski Card. Dass es ein Klientel für dieses Angebot gibt, zeigt die Bilanz der beiden Karten. „Im letzten Jahr wurden die AllStarCard und die Super Ski Card als Saisonkarte insgesamt über 30.000 Mal verkauft“, informiert Eder.

Die Kartennamen bleiben unverändert

Wie in einer „wilden Ehe“, wird es auch keinen neuen Namen geben. Die beiden Karten behalten ihre etablierten Bezeichnungen. Abgerechnet werde aber nach Knopf und Faden, wie Eder betont. „Wir haben hier genaue Abrechnungssysteme, wer den Aufwand hatte, bekommt auch den Ertrag“, erklärt Eder.

Abwanderung in andere Großgebiete verhindern

Aber nicht nur das Skigebiet wird größer, auch die möglichen Skitage werden mehr. „Wir können nun gemeinsam 199 Skitage bieten. Im Verbund befinden sich auch drei Gletscherskigebiete und wir in Kitzbühel haben ja auch so etwas wie einen kleinen Gletscher am Resterkogel, den wir im Oktober schon öffnen können“, berichtet Walter Astl, Prokurist der Bergbahn AG Kitzbühel.

Das neugeschaffene große Angebot soll den Gast in der Region halten und verhindern, dass er zum Beispiel in andere riesige Skigebiete, wie dem Südtiroler Verbund Dolmiti Super Ski ausweicht, wie Astl erklärt.

Wie viel kostet eine Saisonkarte?

Eine Saisonkarte kostet ab kommenden Winter 680 Euro im Vorverkauf, ab 7. Dezember beträgt der Normaltarif 755 Euro. Zum Vergleich dazu kostete die Snowcard Tirol in der vergangenen Saison 737 Euro (Preise für diesen Winter sind noch nicht bekannt), der Dolomiti Super Ski Pass schlägt mit 780 Euro im Vorverkauf und 840 Euro für zum Normaltarif für die kommende Saison zu Buche.  „Die Preise bei den Wochen- und Tagesangeboten sind unverändert. Bei den Saisonkarten haben wir um 10 Prozent erhöht, dafür hat der Gast aber auch einen erheblich größeres Angebot“, erklärt Ferdinand Eder.

Um das gesamte Skiangebot  des Kartenverbundes auszufahren würde man, laut den Verantwortlichen, übrigens mindestens 80 Tage benötigen.
Johanna Monitzer

 
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