11.04.2020
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Wie geht man mit der Krise um?

Am Dienstag beendete Tirol mit Ausnahme von St. Anton, Sölden und Paznaun die Vollquarantäne und passt seine Maßnahmen jenen des Bundes an.  Ziel ist auch  gegen Mitte Mai eine schrittweise Öffnung der Gastronomie und Hotellerie. Veranstaltungen hingegen finden bis Ende Juni keine statt. Kitzbühel Tourismus GF Dr. Viktoria Veider-Walser zur aktuellen Situation im Tourismus.

Frau Dr. Veider-Walser, wie geht Kitzbühel Tourismus mit der Krise um?
Im ersten Schritt hatten der Schutz unserer Mitarbeiter sowie die Sicherung des Betriebsablaufs oberste Priorität. In Phase zwei sind klare Vorgaben für unser Team, die Priorisierung von Aufgaben und die konsequente Revision des Budgets zentrale Arbeitsaufgaben.
Wir können auf einer gesunden pekuniären Basis aufbauen, verfügen über klare Strukturen in Strategie und Unternehmen. Das wirkt sich nun positiv auf die weitere Vorgehensweise aus. Dafür möchte ich mich bei Vorstand und Aufsichtsrat für die stete Unterstützung bedanken.

Wie arrangiert man sich mit der neuen Situation, was passiert mit den Mitarbeitern?
Aufgrund der ausreichend technischen Ausrüstung war es uns möglich, den Großteil der Bürotätigkeiten mittels Home Office weiterzubetreiben. Im Außendienst wurde peinlichst darauf geachtet, die behördlichen Regelungen einzuhalten, welche teilweise Einschränkungen in unseren Arbeiten mit sich zog.
Unser Ziel ist es nun, alle Mitarbeiter im Betrieb zu halten. Zur Wahrung der kaufmännischen Vorsicht - unsere Pflicht gegenüber unseren Mitgliedern - und als Zeichen der Solidarität, wurde beschlossen, für das gesamte Team von Kitzbühel Tourismus Kurzarbeit einzuführen.

Ist das wirtschaftliche Ausmaß auf den Tourismus bereits absehbar?
Besonders hart trifft es uns in der Kongresshotellerie. Dieser Teil unserer Ankünfte ist in allen Kongressdestinationen zum Erliegen gekommen und wird für das gesamte Jahr 2020 schwierig. Der Individualtourismus hängt stark von der Entwicklung in unseren Kernmärkten ab. Auch wann Reisen und Grenzüberschreitungen wieder möglich sind. Trotz allem sind wir optimistisch und freuen uns auf unsere Gäste im Sommer, wenn auch nicht im gewohnten Ausmaß.
 
Welche Bedeutung hat die Krise für die Zukunft?
Jede Schwierigkeit bringt auch Chancen mit sich. Solange wir diese nützen, den Status quo kritisch zu analysieren, Eingefahrenes zu hinterfragen und möglicherweise zu eliminieren, sehe ich durchaus einiges an Entwicklungspotenzial.

Vielen Dank für das Gespräch und bleiben Sie gesund! ph

„Jede Schwierigkeit bringt auch Chancen mit sich! Wir müssen diese jetzt nützen, den Status quo kritisch analysieren - dann sehe ich durchaus einiges an Entwicklungspotential.“ Foto: Tirol Werbung

 
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