13.07.2017
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Wenn ich einmal reich wäre...

Kitzbühel | Wie heißt es so schön: Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich erst, wenn er Geld hat. Das Sommertheater wagt sich heuer an die österreichische Erstaufführung einer Kriminalkomödie, die aber auch wieder zwischenmenschliche Beziehungen in den Fokus stellt.

Seit drei Wochen laufen die Proben im Saal des K3 für „Als ob es regnen würde“ auf Hochtouren. Mit der bissigen französischen Kriminalkomödie aus der Feder von Sébastien Thiéry wagt sich das Kitzbüheler Sommertheater heuer erstmals auf kriminalistisches Terrain. „Wir wollten schon seit Jahren einen Krimi spielen, jetzt haben wir endlich das richtige Stück gefunden“, freut sich Leopold Dallinger. Es handelt sich dabei wieder um eine österreichische Erstaufführung.

Bissiges und auch gesellschaftskritisches Stück
Das Stück passt perfekt zur Gamsstadt, wie Produktionsleiterin Michaela Reith betont. „In Kitzbühel dreht sich vieles um Geld. Es ist auch ein durchaus gesellschaftskritisches Stück, in dem sich der ein oder andere wiedererkennen könnte. Auf jeden Fall wird es wieder für Gesprächsstoff sorgen“, so Reith.
Die kriminalistische Komödie handelt von Laurence und Bruno. Das ruhige Leben der Eheleute gerät aus den Fugen, als Geldscheine in ihrer Wohnung auftauchen. Woher kommt das Geld? Wem gehört es?

Bewährte Akteure und eine „Heimkehrerin“
In den Hauptrollen sind wieder die Publikumslieblinge Leopold Dallinger und Sandra Cirolini zu sehen. Daniela Oberrauch kehrt als spanische Haushaltshilfe nach sechs Jahren auf die Sommertheaterbühne zurück. Die Rolle des Nachbarn übernimmt Manfred Stella, der bereits in den letzten Stücken auf der Kitzbüheler Bühne begeisterte. Der Schauspieler führt in diesem Jahr zusammen mit Leopold Dallinger auch Regie. „Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich erst, wenn er Geld hat, heißt ein Spruch – und genau das macht das Stück so spannend und facettenreich“, erklärt Stella.
Spannende Geschichten gibt es auch über Autor Sébastien Thiéry  zu erzählen. Der Franzose gilt als Freigeist. Er sorgte u.a. 2015 für Aufsehen, als er nackt bei der 27. Verleihung des französischen Theaterpreises „Moliéres“ erschien und eine Arbeitslosenversicherung für Autoren forderte.

Junges Talent darf Theaterluft schnuppern
Erstmals Kitzbüheler Bühnenluft darf heuer Christina Gaugg schnuppern. Das Team des Sommertheaters ermöglicht der jungen Kirchdorferin bei der Produktion mitzuhelfen. „Für mich ist das eine tolle Gelegenheit, um praktische Erfahrungen zu sammeln“, freut sich die Studentin der Theater- und Medienwissenschaften.
Als Spielort dient dem Sommertheater zum sechsten Mal der Saal des K3 in Kitzbühel. Am 27. Juli wird ab 17 Uhr zur großen Galapremiere von „Ob es regnen würden“ geladen. Wird es auch Tote geben? „Naja, alles ist möglich“, lässt sich Leopold Dallinger schon einmal vorab entlocken. Den Ehrenschutz für das Kitzbüheler Sommertheater übernimmt wieder Gabriel Barylli.

Weitere Spieltermine: 28. Juli, 3., 4., 10., 11., 17. und 18. August jeweils um 20 Uhr. Ticketpreise starten ab 19 Euro. Vorverkauf u.a. bei Kitzbühel Tourismus und der Sparkasse.
Johanna Monitzer, Foto: Hannah Ebersberg

 
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