20.12.2016
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Wenn Frau nicht mehr weiter weiß...

Wohin soll man sich wenden, wenn einem alles über Kopf wächst? Wenn man finanziell nicht weiter weiß? Wenn man psychischer oder physischer Gewalt ausgesetzt ist? Die Beraterinnen im Mädchen- und Frauenberatungszentrum stehen seit mittlerweile sechs Jahren mit Rat und Tat zur Seite.

St. Johann | Kostenlos, anonym und unbürokratisch steht das Mädchen- und Frauenberatungszentrum Hilfesuchenden zur Seite. Zwei Betreuerinnen und eine Juristin bieten Frauen und Mädchen kostenlose psychosoziale und rechtliche Beratung sowie Finanzcoaching an. „2015 haben sich 779 Frauen an uns gewandt. Die Beratungsschwerpunkte waren finanzielle Existenzsicherung, psychische Überlastung und Gewalt“, berichtet Obfrau Susanne Gröbner, die im April das Ehrenamt übernommen hat. Auch die drei Notwohnungen, die das Beratungszentrum anbietet, werden stark frequentiert.

Junge Mädchen für das Leben stark machen

Seit Gröbners Obmannschaft wird der Fokus vermehrt auf die Stärkung des Selbstbewusstseins von jungen Mädchen gelegt. „Wir veranstalten an Schulen Workshops zu verschiedensten Themen. Dort können die Mädchen unbefangen über alles reden, was sie bewegt“, erklärt Gröbner.

So fand vor Kurzem im Rahmen des Aktionszeitraumes „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ ein Selbstverteidigungskurs sowie ein Workshop zum Thema Sexualität in der Handelsakademie in Kitzbühel statt. „Die kostenlosen Workshops werden sehr gut angenommen. Das Feedback von den Schülerinnen und Lehrpersonen bestätigt uns in unserer Arbeit“, freut sich die Obfrau. Mehr über die Workshops lesen Sie auf den beliebten Seiten unserer HAK-Schülerredaktion.

825 Vergewaltigungen wurden 2015 gemeldet

Wie die aktuellen Zahlen des Innenministeriums zeigen, ist die Gewaltbereitschaft gegen Frauen unverändert. Im abgelaufen Jahr wurden in Österreich 825 Vergewaltigungen angezeigt. Die Dunkelziffer ist wohl weitaus höher. In Tirol wurden 2015 insgesamt 460 (55 davon im Bezirk Kitzbühel)  Betretungsverbote gegen gewalttätige Personen ausgesprochen.

Um jede Unterstützung dankbar

Das Mädchen- und Frauenberatungszentrum finanziert sich allein über öffentliche Subventio-
nen und Spenden. „Ich möchte den vielen Unterstützern einen großen Dank aussprechen – ohne sie wäre das alles nicht möglich“, betont Gröbner. Um das Angebot der einzigen, speziell für Frauen geschaffene Anlaufstelle weiter auszubauen, ist das Beratungszentrum aber auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen. „Eine Spende für das Mädchen- und Frauenberatungszentrum ist sinnvoll investiert. Wir bieten schnelle, anonyme und unbürokratische Hilfestellungen in allen Lebenslagen für Frauen und Mädchen“, betont Gröbner.

Das Mädchen- und Frauenberatungszentrum ist um jede Unterstützung dankbar (IBAN AT78 3626 3000 0511 1380). Mehr Informationen unter www.frauenberatung-stjohann.at.
Johanna Monitzer

Bild: Das Mädchen- und Frauenberatungszentrum stellte ihr Angebot auch kürzlich bei den Gesundheitstagen in St. Johann vor. Die Hemmschwelle, dass sich Frauen an das Beraterteam wenden wird immer kleiner (im Bild: Beraterin Irene
Schelkle). Foto: Frauenberatungszentrum

 
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