01.10.2018
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Wegverlegung erhitzt Gemüter

Seit zehn Jahren kämpfen die St. Ulricher um ihr neues Gewerbegebiet. Jetzt ist ein weiterer Streit um die Straßenverlegung entbrannt.

St. Ulrich | Die unendliche Geschichte rund um das geplante Gewerbegebiet im St. Ulricher Ortsteil Strass ist wieder um ein Kapitel reicher – und die geplante Ansiedlung der interessierten Betriebe nach wie vor nicht fixiert. Jetzt spießt es sich an der geplanten Straßenverlegung. Zwar gibt es inzwischen ein Verkehrskonzept, doch die Verhandlungen mit den Grundeigentümern sind nach wie vor nicht abgeschlossen. Um nicht zu sagen, dass die Fronten zwischen den Parteien massiv verhärtet sind, auch wenn Bürgermeisterin Brigitte Lackner versucht, Ruhe in die Sache zu bringen.

Grund ist das Geld. Inzwischen ist der eine oder andere Gemeinderat der Meinung, dass „wir dann halt die Straßenverlegung gar nicht mehr machen. Weil eine Straße ist ja da.“

In einer der jüngsten Verhandlungsrunden begleitete Gemeindevorstand Leonhard Fischer die Bürgermeisterin und zeigte sich entsetzt über die Art der Kommunikation untereinander und den rauen Ton. Das könne so nicht angehen. Laut  der Dorfchefin geht es aber vermutlich nicht ohne Straßenverlegung. „Aus Sicherheitsgründen“, wie Lackner betont.

Seit elf Jahren Plan für Gewerbegebiet

Die unendliche Geschichte des Gewerbegebietes begann bereits im Jahr 2007: Lackners Vorgänger Kaspar Mettler (verstorben 2009) hatte gemeinsam mit dem damaligen Gemeinderat erste Pläne gewälzt, mit dem Ziel, in Strass auf der sogenannten Hutweide ein Gewerbegebiet zu errichten. Vor rund sechs Jahren machten die Nuaracher Nägel mit Köpfen und kauften das 13.800 Quadratmeter Areal an.

Doch die St. Ulricher hatten vorerst die Rechnung ohne den Naturschutz gemacht. Die Hutweide wurde als ökologisch wertvoll eingestuft. Die zuständigen Behörden forderten dafür Ausgleichsflächen. Als diese vor drei Jahren gefunden wurden und auch die Verhandlungen mit den betroffenen Grundeigentümern positiv abgeschlossen werden konnten, atmete die Bürgermeisterin auf. Nachdem die Ausgleichsflächen zur Verfügung stehen, gab es von Seiten des Landes bereits damals die Zusage 8.300 Quadratmeter zu widmen. Doch dann stoppte die Sache wieder. Aufgrund des Einspruches eines Anrainers gingen die Verhandlungen wieder in eine neue Runde. Doch auch hier gibt es eine Einigung.

Inzwischen gibt es einen Kriterienkatalog für interessierte Firmen. Jetzt aber stockt es wieder, auch wenn Lackner hofft, dass es bald eine Einigung gibt: „Wir finden einen Konsens“, ist sie überzeugt. Margret Klausner


 
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