20.05.2016
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Was hat der Kaiserkopf mit Säbelzahntiger zu tun?

Der Wilde Kaiser prägt mit seinem markanten Profil die Skyline unseres Bezirks. Von vielen Gemeinden aus ist er zu sehen, blickt man jedoch zwischen Jochberg und Going auf ihn, ist er in seiner ganzen Pracht von Ost nach West zu erkennen; von hier zeigt er seine formenreichste Gliederung. Er umrahmt, teilt und eint unseren Bezirk.

Jochberg | Bereits als Kinder lernen wir in der Volksschule die Namen seiner Gipfel und Scharten. Dabei wird den Schülern so manches Mal die Frage gestellt: „Welcher Gipfel liegt zwischen der Ellmauer Halt und dem Treffauer?“ - Die Antwort lautet natürlich: „Der Kaiserkopf“. Und dabei wird meist auch gleich die Sage erzählt, wie dieser Gipfel zu seinem Namen kam. Hierfür spielte es keine Rolle, dass die Felszinnen des Wilden Kaisers majestätisch in den Himmel ragen. Es braucht nämlich gar nicht viel Phantasie, dass man in diesem Felskopf das königliche Profil eines wie im Todesschlummer ruhenden Hauptes erkennt. Und wenn die Höhlungen und Überhänge mit Schnee bedeckt sind, nimmt das Haupt eine frappierende Ähnlichkeit mit dem ausgemergelten Kopf eines Toten an.

Der Volksmund weiß zu berichten, dass hier Kaiser Karl der Große im Tode ruht (Karl der Große war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs und wurde 800 zum römischen Kaiser gekrönt). Als Kaiserkrone wird dabei manchmal die sich nach Osten neigende Ellmauer Halt angesehen, die ihm gerade vom Haupte sinkt. Die Hände hält er im Tode gefaltet, das Haupthaar fällt ihm wallend vom Kopf.

So interessant diese Sage auch sein möge, unser Interesse gilt dem naturwissenschaftlichen Hintergrund. Seit gut 60 Jahren wird dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht. Dabei wurde fest gestellt, dass der Mensch einen angeborenen Drang besitzt, beliebigen Strukturen eine Bedeutung zu geben. Vollkommen zufällige Formationen in der Natur wirken aus einer bestimmten Perspektive vertraut. Dies wird als Pareidolie bezeichnet (von altgr. para ‚daneben’ und eídolon ‚Erscheinung‘). Lesen Sie den ganzen Beitrag im Kitzbüheler Anzeiger, auch online möglich.

 
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