06.10.2017
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Was bedeutet Olympia für Tirol?

Den olympischen Funken in alle Bezirke tragen will die Informationsveranstaltung „Olympia im Dialog“, die vergangene Woche in Kitzbühel Station gemacht hat.

Kitzbühel  | Am 15. Oktober sind die Tirolerinnen und Tiroler dazu aufgerufen, über eine mögliche Olympiabewerbung von Tirol abzustimmen. Während eine Online-Umfrage des Kitzbüheler Anzeigers ein klares „Ja“ für Olympia ergab, ist andernorts doch eher eine gewisse Skepsis zu verspüren. Das Land Tirol und 1.500 Olympia-Botschafter wollen mittels Aufklärung Begeisterung verbreiten. „Es geht nicht um größer, mehr und weiter“ – formulierte es LHStv. Josef Geisler. Vielmehr liegt der Fokus des Tirolpakets auf der Nutzung bestehender Anlagen.

Hubert Siller (MCI), einer der Autoren der Machbarkeitsstudie, erläuterte die vier Grundsätze, auf denen das Tiroler Konzept fußt: Zunächst regionale Verankerung mit regionalen Impulsen, dann ist Olympia in der Region kein „Infrastrukturprojekt“, die wirtschaftliche Tragfähigkeit steht ebenfalls im Zentrum und die Tiroler Bewerbung soll ein Beispiel für nachhaltige Spiele sein. Die Winterolympiade umfasst 102 Disziplinen, die in thematischen „Clustern“ im gesamten Bundesland verteilt werden.  „69 Prozent aller Medaillen werden außerhalb Innsbrucks vergeben“, unterstreicht Siller. Hochfilzen ist als Hochburg des Biathlons auserkoren. Zudem werden Trainingszentren im ganzen Land verteilt. Einmal mehr unterstrich Siller, dass keine Neubauten erforderlich sein werden.

Gemeinde Hochfilzen steht hinter Bewerbung

4.500 Athleten und Offizielle werden erwartet – sie werden ebenfalls auf Tirol verteilt, Hochfilzen würde beispielsweise 8 Prozent von ihnen aufnehmen. Eine Aufgabe, der sich Bürgermeister Konrad Walk mehr als gewachsen sieht, war doch das Aufkommen während der Biathlon-WM größer. Walk betonte, dass Hochfilzen voll hinter der Olympiabewegung steht. Er kündigte ein Personenkommittee an und Anfang der Woche machten der gesamte Hochfilzener Gemeinderat, diverse Alt-Bürgermeister sowie die führenden Vertreter des HSV Hochfilzen mit einer schriftlichen Erklärung ihr „Ja“ zu Olympia in einer Unterstützungserklärung offiziell.

In Sachen Finanzierung unterstrich Siller, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit ein zentraler Leitsatz der Bewerbung ist. Motto: „Die Einnahmen bestimmen die Ausgaben.“ Vom IOC darf man sich einen Beitrag in Höhe von 925 Millionen US-Dollar erwarten. Außerdem würden durch Olympia 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Tirol generiert.

Auch das Thema Sicherheit wurde beleuchtet: Für die innere Sicherheit während der Olympischen Spiele wurden rund 40 Millionen Euro budgetiert.  Die allgemeine Sicherheit ist Aufgabe des Innenministeriums und muss auch nicht von Tirol bezahlt werden. Als Vergleichswert für die Sicherheitskosten lässt sich übrigens die Fußball-EM 2008 heranziehen – damals lagen die Sicherheitskosten bei 44 Millionen Euro.

„Der Staat wird kein Verlierer sein“, unterstrich Siller darüber hinaus – und verwies auf wirtschaftliche Impulse auf allen Ebenen durch Olympia.

Der weitere Fahrplan

Sollte die Tiroler Bevölkerung mit „Ja“ stimmen, würde die offizielle Bewerbung Tirols in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgen. Eine endgültige Entscheidung wird im September 2019 fallen.  Elisabeth Galehr

 
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