22.02.2019
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Warum in die Pflege?

Die Zeit, um gerade jetzt für die Pflegeausbildung zu werben, scheint denkbar unglücklich gewählt, denn aktuell ließ ein Warnstreik der Beschäftigten im Altenwohnheim aufhorchen.

Kitzbühel | Immerhin: Anfang der Woche wurde eine Einigung erzielt. Die Gewerkschaft vertrat mit Macht ihre Forderungen. Auch das kann als Vorteil gesehen werden, denn viele andere Branchen sind längst nicht so stark, was Betriebsräte betrifft. Wie wichtig die Pflegekräfte für die Gesellschaft sind, ließ sich gerade am Streiktag feststellen, als die helfenden Hände plötzlich für ein paar Stunden die Arbeit niederlegten. Eine immer ältere werdende Gesellschaft ist gut daran beraten, sich anzuschauen, wie die Menschen künftig versorgt werden.

Es lohnt sich also, die Vorteile heraus zu streichen, die eine Pflegeausbildung tatsächlich hat. In der Hochkonjunktur juckt es wohl niemanden, dass die Branche einen krisensicheren Job anbieten kann. Doch die Zeiten können sich ändern – nicht zuletzt, weil die Automatisierung voranschreitet. Auch künftig unverzichtbar ist hingegen die echte Dienstleistung am Menschen.

Gerade der persönliche Kontakt ist eine sinnstiftende Arbeit, die zudem auch von der Gesellschaft stark anerkannt wird. Gleichzeitig hat die Politik schon reagiert und viele, niederschwellige Wege geschaffen, um in die Pflege einzusteigen. Teilzeitmodelle machen die Arbeit auch für Frauen mit Betreuungspflichten zugänglich. Das alles sind vielleicht gute Gründe, einen Pflegeberuf anzustreben. Sie sind aber keine Argumente dafür, den Beruf nicht angemessen zu bezahlen. Die Finanzierung der Pflege bleibt die große Herausforderung der Zukunft, man sollte sich ihr mutig stellen.
Elisabeth Galehr
galehr@kitzanzeiger.at

 
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