28.02.2017
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WM: „Die Region war ausgebucht“

Nicht nur sportlich, auch touristisch lieferte die Biathlon-WM in Hochfilzen Glanzlichter. Die Fans sorgten für ordentlich Stimmung und für volle Betten in der Region Pillerseetal.

Hochfilzen  | Armin Kuen, der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Pillerseetal, jubelt: „Die Region war restlos ausgebucht. Wir haben mit dieser WM 100.000 Nächtigungen generiert und auch die benachbarten Regionen haben profitiert.“

So konnten selbst die Vermieter in Leogang, Saalfelden, Kufstein, Wörgl oder auch Reit im Winkl positive Resonanz vermelden. Das Pillerseetal ist vor allem bei deutschen Gästen beliebt – der Anteil liegt von Haus aus schon bei etwa 60 Prozent. Dank der Bi-athlon-WM „wahrscheinlich jetzt sogar noch etwas darüber“, wie Kuen ergänzt. Aber auch viele Fans aus Skandinavien und Russland sind nach Hochfilzen gekommen, um ihre Athleten zu unterstützen.

Kurz nach WM-Vergabe erste Reservierungen

Den Einwand, dass in der Hochsaison ohnehin viele Gäste anreisen, lässt Kuen nicht gelten: „Auch wenn Fasching und Semesterferien sind – dass wir bis zum letzten Bett ausgebucht sind, haben wir normalerweise nicht.“ Zudem seien bereits erste Reservierungen eingelangt, eine Stunde, nachdem die WM im Jahr 2012 nach Hochfilzen vergeben worden ist. Die Region Pillerseetal verfügt über rund 8.000 Betten, zusammen mit den Campingplätzen sind es etwa 12.000. „Die waren alle voll“, unterstreicht Kuen.

Dass der Biathlon-Gast kein Skifahrer ist, war während der Wettkampfzeiten bei den Bergbahnen zu spüren, sagt der TVB-Geschäftsführer. An den wettkampffreien Tagen wurden die umliegenden Attraktionen am Berg jedoch „gestürmt“, wie Kuen ergänzt. Die Region wurde intensiv erkundet, nicht zuletzt das Jakobskreuz. „Davon haben Gastronomie, Bergbahn, Geschäfte und Handel profitiert.“

Das Interesse der Fans an der Region Pillerseetal war auch in den Infobüros spürbar. Zudem wurden viele Souvenirs gekauft, „bei den Regions-T-Shirts sind wir ausverkauft“, schmunzelt Kuen.

„Es war eine WM der Rekorde“

Zahlen zur tatsächlichen Wertschöpfung liegen vorerst noch nicht vor. Doch weder beim Tourismusverband, noch bei der Tirol Werbung oder der IBU bestehen Zweifel an der enormen Image-Steigerung, die mit so einer Großveranstaltung einher geht – schließlich waren insgesamt 143.700 Zuschauer alleine im Stadion.  „Es war eine WM der Rekorde. Sportlich, aber auch insgesamt. 37 Fernsehstationen übertrugen die Rennen live, Millionen Zuschauer verfolgten die Rennen im TV und knapp 150.000 Fans besuchten die Weltmeisterschaften. Damit zählt die WM in Hochfilzen zu den erfolgreichsten in der Geschichte“, resümierte IBU-Präsident Anders Besseberg. Er lobte gleichzeitig die hervorragende Arbeit von OK-Chef Franz Berger und seinem Team.

Beachtliche Imagesteigerung

Die mediale Wirkung der Hochfilzener Weltmeisterschaft unterstreicht auch die Tirol Werbung: „Unser TirolBerg hat als Servicestelle für die Medien voll eingeschlagen: Rund 360 akkreditierte Journalisten haben von dort aus berichtet – darunter u.a. Vertreter aus Deutschland, Österreich, Norwegen, Polen, Ukraine, Italien, Tschechien, Russland und Frankreich. Zahlreiche internationale TV-Stationen lieferten für ein Millionenpublikum Traumbilder aus Hochfilzen. Das norwegische Fernsehen (NRK-TV) buchte eines der zwei TV-Studios im TirolBerg für die gesamte Dauer der WM und berichtete täglich live aus dem TirolBerg WM-Studio.“

Was den Imagewert betrifft, geht die TirolWerbung von „einer beachtlichen Steigerung aus“. Der reine Werbewert müsse erst noch berechnet werden, heißt es weiterhin von der TirolWerbung: „Aber auch da sind wir zuversichtlich, ein äußerst positives Ergebnis erreicht zu haben.“

Biathlon ist beim für Tirol mit Abstand wichtigsten Tourismusmarkt Deutschland ausgesprochen beliebt. „Hinzu kommen weitere wichtige Wintermärkte, wie Österreich und Zentraleuropa, wo wir mit unserem Auftritt in Hochfilzen medial stark präsent waren“, heißt es auf Nachfrage des Kitzbüheler Anzeigers von Seiten der Tirol Werbung. Elisabeth Galehr

Bild: Die Fanmassen im Stadion sprechen Bände: Die Biathlon-WM in Hochfilzen brachte einen Nächtigungsansturm sowie ein enormes Medieninteresse mit sich. Foto: wmp

 
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