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12.10.2020
News  
 

Von der Idee zum Geschäftsmodell

In der vergangenen Woche wurde das 12. Kitzbüheler RYLA - Seminar für Entrepreneurship organisiert. Coronabedingt fand das Seminar erstmals in zwei parallelen Veranstaltungen in Kitzbühel und in Wien statt – oft verbunden durch modernste Technologie.

Kitzbühel | Christoph Haselmaier, Lehrer an der Kitzbüheler Handelsakademie, am MCI und an verschiedenen Universitäten war maßgeblich an der Organisation beteiligt und betreute die Kitzbüheler Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Jugendredakteure sprachen mit ihm über das RYLA-Seminar.

Was ist das RYLA-Seminar?
Das heurige RYLA-Seminar ist unter diesen Bedingungen praktisch ein Pilotprojekt und nennt sich „Entrepreneurship-Week“. Das ist ein Projekt, das österreichweit in weiterer Folge neu entworfen und umgesetzt werden soll. Wir sind heuer die Ersten, die die ganzen Neuentwicklungen ausprobieren. Parallel zu unserer Veranstaltung in Kitzbühel fand eine zweite Veranstaltung in Wien statt, mit einem ähnlichen Setting. Das Ziel ist, ein Programm zusammenzustellen, bzw. ein Projekt auf die Beine zu bringen, wo man jungen Menschen - vor allem Schülerinnen und Schülern, aber nicht nur - in wenigen Tagen alle wesentlichen Schritte einer Unternehmensgründung ein bisschen näherbringen kann: Vom Erkennen des Problems und der folgenden Idee über die mögliche Lösung bis hin dann zum Geschäftsmodell und zu weiteren Umsetzungsschritten.
Alles wird einmal durchgearbeitet und die Schülerinnen und Schüler entwickeln nichts anderes als „Geschäftsideen“, immer unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und vor allem in einem Problembereich, den sie kennen und der sie direkt betrifft.

Welche Schülerinnen und Schüler nahmen an diesem Seminar teil?
Wir hatten heuer beide vierte Klassen aus HAK und IT-HAK. Über 50 Schüler nahmen an dieser Workshop-Woche teil. Knapp eineinhalb Jahre vor dem Abschluss, um dann auch einem ganzen Jahrgang dieses unternehmerische Know-how und dieses Wissen mit auf den Weg zu geben.
Damit haben sie auch erfahren, wie das Ganze in der Praxis funktioniert. Wir hatten wirklich exzellente Vortragende, die beispielsweise von der Standortagentur Tirol kommen und von Start-up Austria. Die machen den ganzen Tag nichts anderes, als Unternehmerinnen und Unternehmer in der Gründungsphase zu unterstützen. Dementsprechend hochwertig waren auch die Inputs und die Vorträge.

Wir hörten jetzt öfters den Begriff „RYLA“, wofür steht diese Abkürzung?
Das steht für „Rotary Youth Leadership Awards“, ein Projekt, das von Rotary ins Leben gerufen wurde. Hofrat Dr. Hans Philipp ist federführend mit dabei, er ist Gründungsdirektor der Kitzbüheler Handelsakademie und Handelsschule und stellte damit eine Woche auf die Beine, um den Schülerinnen und Schülern ergänzend zum, aber unabhängig vom Unterricht die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln. Und heuer nutzten wir dieses RYLA-Camp, um eben diese Entrepreneurship-Week auszutesten.

Trotz Corona ist die Veranstaltung sicher?
Es hat zwei ganz grundlegende Dinge gegeben. Erstens einmal waren nur Schülerinnen und Schüler der HAK Kitzbühel in Kitzbühel und nur Schülerinnen und Schüler aus Wien in Wien. Das heißt, wir hatten keinen persönlichen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern von anderen Schulen, wie wir das früher hatten und hoffentlich in Zukunft wieder haben werden – gerade Vernetzungen national und international sind heute ganz entscheidend.
Zweitens gab es ein massives Sicherheitskonzept, das weit über das normale Sicherheitskonzept hinausging. Jede Schülerin und jeder Schüler wurde auf Corona getestet, wie auch alle Vortragenden, also jeder, der sich länger im Raum aufhielt.

Bei jedem wurde morgens Fieber gemessen. Desinfektionsmittel wurde ausreichend zur Verfügung gestellt, die Tische regelmäßig gesäubert, jeder hatte seinen fixen Sitzplatz, die beiden Klassen waren räumlich getrennt. Andere Teilnehmer wurden per Videokonferenz von auswärts mit einbezogen.
Der Veranstalter hatte hier ein massives Sicherheitskonzept ins Leben gerufen, das weit über das verpflichtende hinausging. Wir gingen da absolut kein Risiko ein.
Das Interview führten Moritz Jöchl und Christoph Steiner.

Bild: Die Schüler und Schülerinnen sammelten wieder tolle Erfahrungen.
Interessante Vorträge zählten ebenso zum Programm... Fotos: David Zott, Jugendredaktion

 
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