17.09.2016
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Vom Mann, der stets schwarz trug

Der legendäre „Man in Black“ bleibt unvergessen. Dafür sorgten die „Lost Compadres“ bei einem Johnny-Cash-Abend in der Gamsstadt.

Kitzbühel  | Johnny Cash war eine Country-Legende, die auch außerhalb der Genre-Grenzen zu wandeln wusste. Wohl deshalb ist selbst 13 Jahre nach seinem Tod der Enthusiasmus seiner Fangemeinde ungebrochen. Und dieser Eifer war es, der in Kitzbühel die Musikfreunde herbeilockte, um den „Lost Compadres“ – verstärkt durch den Kärntner Gottfried Gfrerer – bei ihrer musikalischen Huldigung an Johnny Cash zu lauschen. Wer sich ein lauwarmes „Best of“ erwartet hat, war eindeutig fehl am Platze. Vielmehr bot das Programm „No Cash, No Hope“ eine Anthologie für Fortgeschrittene, die auch das Spätwerk des Künstlers zu schätzen wissen.

Gospelmusik und „Boom-Chicka-Boom“

Gleichzeitig wurde mit einer geschickten Auswahl vorexerziert, welche musikalische Einflüsse den berühmten amerikanischen Sänger und Liedermacher geprägt haben. Zuallererst muss dabei natürlich über den Gospel gesprochen werden.  Das übernahm vorab schon der Kärntner Gitarrero Gottfried Gfrerer. Nur mit Stimme und Instrument bewaffnet – und hier zeigte sich die tolle Akustik im neuen LMS-Saal – vollführte der Solist eine Art freie Gedanken-Assoziation zu Johnny Cash.

War der erste Teil des Abends den leisen Klängen im Stil eines Lagerfeuer-Konzertes gewidmet, fackelten die „Lost Compadres“ im zweiten Teil nicht lange und schrammten gleich ein paar klare Ansagen in die Ohren des Publikums. Nicht umsonst waren Cash und seine Band auch bekannt für ihren  „Boom-Chicka-Boom“-Sound, dem in Kitzbühel voll und ganz Rechnung getragen wurde.

Der Poet der Vergessenen (nicht zuletzt in den Gefängnissen Amerikas), der klassische Country-Balladensänger, der demütige Kirchgänger und wilde Rockstar – all die Facetten von Johnny Cash kamen an diesem Abend zum Vorschein und wurden gebührend gefeiert – von Publikum und „Compadres“ gleichermaßen.
Elisabeth Galehr

 
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