29.01.2018
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Vier Nächte mit Schneefall

Mit Stolz darf der KSC-Präsident und OK-Chef der Hahnenkammrennen auf das vergangene Rennwochenende zurückblicken. Trotz vier Tage Schneefall konnten alle Rennen durchgeführt werden und das nahezu unfallfrei. Dazu gab es noch zwei geschichtsträchtige Momente: Das grandiose Comeback auf der Streif von Aksel Lund Svindal und der Sensationssieg von Thomas Dreßen.

Kitzbühel | Es grenzt schon fast an Übermenschliches, was die Pistenteams vom Kitzbüheler Ski Club, der Bergbahn AG Kitzbühel, die Soldaten des österreichischen Bundesheeres, die Rutschtrupps der Skischulen und die zahlreichen freiwilligen Helfer in der vergangenen Woche geleistet haben. „Es hat in vier Nächten geschneit. Die Neuschneemenge reicht von einem Meter im Tal bis zu zwei Metern am Berg“, sagt KSC-Präsident Michael Huber, der auch OK-Chef der Hahnenkammrennen ist. Einzig in der Nacht von Freitag auf Samstag gab es keinen Neuschnee.

Super-G auf der Europacupstrecke

„Dank der genauen Wetterprognosen von ZAMG konnten wir die Woche gut planen. Der Wetterumschwung am Dienstag war uns bekannt, deshalb wurde am Mittwoch ein Ruhetag für die Skifahrer eingelegt, damit die Pistenteams arbeiten können“, erzählt Michael Huber. Es galt, die Kräfte zu schonen. Am Donnerstag wurde aber bereits um fünf Uhr morgens mit den Arbeiten begonnen, um das Training abhalten zu können. Die angekündigten kalten Temperaturen blieben aber aus, so auch am Freitag. Deshalb gab es auch den Jury-Entschluss auf der Europacup-Strecke (Mausefalle bis Oberhausberg) den Super-G auszutragen. „Die Stimmung war trotz der Verlegung gut, denn wir konnten ein Rennen abhalten. Die Trainer waren ob der guten Piste positiv überrascht und Kurssetzer John McBride hat sich eine Ehrenmedaille verdient, denn er konnte sich zuvor gar keine Gedanken über die Kurssetzung machen“, erzählt Huber.

Svindal-Comeback ging völlig unter

Geht es nach dem KSC-Präsidenten hat ein Sieger doch nicht eine so große Aufmerksamkeit erhalten, wie er verdient hätte. „Vor zwei Jahren ist Aksel Lund Svindal an der Hausbergkante schwer gestürzt. Im Vorjahr musste er wegen eines Meniskus-Schaden Kitzbühel auslassen und kehrte als Sieger im Super-G auf die Streif zurück“, zollt Huber dem Norweger Anerkennung. Mehr von dieser Anerkennung für seine Leistung hätte sich Huber auch gewünscht.

Große Party bei der Gondelübergabe

Favoriten bei den Rennen hat Michael Huber keine. Möglichst viele Nationen am Siegespodest zu sehen, das wünscht sich der KSC-Präsident. „Der Sieg von Thomas Dreßen war natürlich sensationell. Schade ist auch der Ausfall von Michael Matt. Aber Matt und Kriechmayr haben beide großes Potential“, analysiert Huber die Rennen und freut sich schon auf die nächste Party, denn Bergbahn-Vorstand Josef Burger hat den jungen Deutschen bereits zur Gondelübergabe eingeladen.

TV-Zuschauerrekord beim zweiten Durchgang

82.500 Zuschauer kamen heuer in das Zielgelände. 47.000 Skifans sahen die Abfahrt live in Kitzbühel und auch beim Slalom säumten 20.000 Zuschauer die Strecke. Das Duell zwischen Superstar Marcel Hirscher und seinem größtem Herausforderer Henrik Kristoffersen wollten aber auch viele Skifans Daheim vor dem Fernseher verfolgen. Beim zweiten Durchgang des Slaloms verzeichnete der ORF eine neue Rekordzuschauerquote. 1.567.000 verfolgten die Fahrten der Slalom-Asse vor dem TV-Gerät.

Der Hubschrauber blieb am Boden

Für ein Lächeln im Gesicht des KSC-Präsidenten sorgte aber nicht nur die erfolgreiche Durchführung aller Rennen und das obwohl der widrigen Verhältnisse, sondern auch, dass bei den heurigen Rennen die Crews der Rettungshubschrauber arbeitslos waren. „Es gab zwar Stürze, aber bei der Abfahrt konnte jeder selbst ins Ziel fahren. Einzig beim ersten Training mussten wir eine Verletzung registrieren“, erzählt OK-Chef Michael Huber. Ein Athlet stürzte im Steilhang und erlitt eine Gehirnerschütterung.

Side-Events gehören zum Rennen dazu

Für Michael Huber sind die zahlreichen Side-Events ein Teil der Hahnenkammrennen. „Die sind schon ein fixer Bestandteil der Rennen und auch ein Teil des Volksfestes. Der Zuschauer und die Fangruppen brauchen die Promis und die Promis brauchen die Menschen. Sehen und gesehen werden ist die Devise. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie wollen die Rennfahrer sehen“, sagt Huber.
Elisabeth M. Pöll

 
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