28.02.2019
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Viel Aufregung um den Karfreitag

Bezirk | Karfreitags-Vorstoß zum „halben Arbeitstag“ stieß auf breite Ablehnung, Kompromiss gefunden. Kürzlich hatte die Ankündigung der Bundesregierung, einen „halben Feiertag“ für den Karfreitag einführen zu wollen, für Wirbel und breite Ablehnung gesorgt. Am Dienstag kurz vor Redaktionsschluss stand schließlich eine Lösung fest. 

Ein halber Feiertag – frei ab 14 Uhr. Mit diesen Plänen ließ die Bundesregierung vergangene Woche aufhorchen und ließ gleichzeitig viele ratlose Gesichter zurück.
„Es ist eine unglückliche Entscheidung und eher kein Kompromiss“, urteilte etwa Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Klaus Lackner. Tourismus und Handel wehrten sich bereits massiv gegen die Pläne, so Lackner: „Die können ja nicht einfach in der Osterwoche um 14 Uhr zusperren. Auch der Handel profitiert stark vom Karfreitag, gerade weil schon viele Gäste da sind.“

Am Dienstagnachmittag kündigte die Regierung schließlich eine neue Lösung an. „Im Rahmen des bestehenden Urlaubsanspruches kann künftig ein Tag als persönlicher Feiertag beansprucht werden – mit einseitigem Rechtsanspruch des Arbeitnehmers. Dieser muss künftig drei Monate zuvor angemeldet werden – für das Jahr 2019 wird eine kürzere Frist definiert. Sollte der Arbeitnehmer, auf Wunsch des Arbeitgebers, verursacht durch dringende betriebliche Gründe, dennoch an diesem selbstgewählten ‚persönlichen Feiertag‘ freiwillig seiner Arbeit nachgehen, so erhält er für diesen Tag sämtliche Vergütungen wie an jedem anderen Feiertag. Der Urlaubsanspruch bleibt selbstverständlich bestehen. Damit erhält der Arbeitnehmer stattdessen einen anderen Urlaubstag“, heißt es in einer gemeinsamen Aussendung der Regierungskoordinatoren Gernot Blümel (ÖVP) und Norbert Hofer (FPÖ). Die Reaktion der Gewerkschaft ließ nicht lange auf sich warten: „Mit der Regelung der Regierung muss man sich für den freien Karfreitag nun einen bestehenden Urlaubstag nehmen“, entgegnete die Gewerkschaft der Privatangestellten in einer ersten Reaktion.
Nähere Einzelheiten erfahren Sie in unserer kommenden Ausgabe. Elisabeth Galehr

 
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