30.07.2017
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Unterstand legalisiert

Jetzt ist alles rechtens. Der Unterstand für das Jungvieh erhielt seine Genehmigung, der Besitzer, der das Gebäude frühzeitig errichtete, wurde mit einer ordentlichen Strafe bedacht.

Kitzbühel | Zurück in den Ausschuss, hieß es bei der Gemeinderatssitzung am 27. März, als ein Landwirt für einen Viehunterstand um eine Baugenehmigung ansuchte, denn das eingereichte Projekt stand bereits.

Der Obmann des Ausschusses für Bau- und Raumordnung, Georg Wurzenrainer, lud dann alle Gemeinderatsfraktionen zur Sitzung, als dieses Ansuchen wiederum behandelt wurde. Wie bereits bei der Ausschusssitzung, so erläuterte Wurzenrainer die Bewegunggründe des Landwirtes auch in der Gemeinderatssitzung, den Unterstand ohne Genehmigung zu errichten. Der alte Unterstand war in einem sehr schlechten Zustand, zudem verlor der Bauer im Sommer 2015 fünf Jungtiere bei Gewittern. Zum Wohle der Tiere, habe er im Herbst das gute Wetter genutzt, um den Unterstand  zu bauen, hieß es weiter.

Einreichpläne im Sommer 2016 abgegeben

Aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit des alten Unterstandes, wich der Landwirt auf eine andere Parzelle aus, wo sich in vergangenen Jahren aber schon einmal ein Unterstand befand. In der Annahme für einen Abriss und Neubau reiche eine Bauanzeige aus, begann er im Herbst 2016 mit dem Neubau. Mit dieser Annahme lag der Besitzer aus Aurach aber falsch, denn die Grundmauern des alten Gebäudes galten nicht mehr als Bauwerk und konnten daher für den Abriss und Wiederaufbau nicht herangezogen werden. Der errichtete Unterstand bietet 22 Jungtieren Platz, Wohnflächen sind keine vorhanden.

Gemeinderat für eine Umwidmung

Bei der Gemeinderatssitzung am 17. Juli, wurde diese Causa nochmals im Gemeinderat behandelt und darüber abgestimmt. Für Rudi Widmoser „Grüne“ war es ein widmungswürdiges Projekt. „Sicher gab es ein Fehlverhalten, aber die Strafe war ausreichend“, so Widmoser. Eine schiefe Optik hatte die Umwidmung für FPÖ-Mandatar Bernhard Schwendter, der sich aufgrund der Argumentation zur Stimmenthaltung entschied. Manfred Filzer von der Liste UK gab zu Bedenken, dass dies innerhalb von nur wenigen Monaten bereits der zweite Fall ist: „Wenn man derartige Sachen so schnell reinwäscht, kommt es einer Einladung für Nachahmungen gleich“, argumentierte Filzer. Mit 15 Ja-Stimmen wurde die Umwidmung beschlossen. E. M. Pöll

Bild: Als einfaches Bauwerk aus Baumstämmen wurde der Unterstand für das Jungvieh auf der Blaufeldalm errichtet. Foto: Privat

 
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