30.03.2020
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Unsere stillen Helden des Alltags

„Abstand halten“ heißt es in allen Lebensmittelgeschäften – zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden. Seitens der Konzerne wurden einige Maßnahmen gesetzt, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Für Kunden, die den Risikogruppen angehören, wurde eine eigene Einkaufsstunde eingerichtet.

Bezirk | Dem Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus COVID-19 sind die Mitarbeiter im Lebensmittelhandel bei jedem Arbeitstag ausgesetzt. Eine Situation, die neben der körperlichen Herausforderung auch die Seele belastet. „Ja, sicher sind wir uns der Gefahr bewusst und versuchen uns natürlich so gut wie möglich zu schützen“, sagen die Mitarbeiter im Lebensmittelhandel und zeigen Pflichtbewusstsein: „Jemand muss ja die Arbeit machen.“
Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter liegt aber auch den Konzernen am Herzen. Und dabei schlagen Hofer, Spar, M-Preis und die Ketten der Rewe-Gruppe (Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg) fast einen einheitlichen Weg ein.

Schutzscheiben aus Plexiglas
Neben den wichtigen Hygiene-Empfehlungen wie „Abstand halten“ und „Hände waschen“ sind die Ketten auch um Masken, Handschuhe und zusätzliches Desinfektionsmittel bemüht. „Derzeit kommt es auf Grund des enormen Bedarfs aber zu Produktions- und Lieferverzögerungen bei diesen Schutzprodukten, auch stecken Lieferungen wegen Ausfuhrverboten an Grenzen fest. Wir haben uns deswegen auch schon an die Bundesregierung mit der Bitte um Unterstützung gewandt“, heißt es zum Beispiel seitens der Rewe-Gruppe. Ein Problem, das auch die anderen Lebensmittelketten trifft. Alle sind bemüht, umfangreiches Schutzmaterial für ihre Mitarbeiter zu bekommen.
Die Kassen in den Lebensmittelmärkten wurden auch mit Hygiene-Schildern aus Plexi­glas ausgestattet. Während bei Hofer diese Maßnahme bereits in der vergangenen Woche in allen Märkten umgesetzt werden konnte, arbeiten andere noch mit Hochdruck daran.

Eine Stunde nur für die Risikogruppen
Sämtliche Lebensmittelgeschäfte haben von 8 bis 9 Uhr ausschließlich für die Menschen geöffnet, die den Risikogruppen angehören. „Diejenigen, die durch den Ausbruch des neuartigen COVID-19 besonders gefährdet sind, müssen in unserer Gesellschaft besonders geschützt werden. Darum bitten wir alle Kunden, das Zeitfenster bis 9 Uhr gefährdeten Personengruppen zu überlassen und ihre Einkäufe erst danach zu erledigen,“ teilt zum Beispiel M-Preis mit.
Damit will man aber nicht Sicherheit vorgaukeln, sondern  all jenen, die sich nicht von Hilfsdiensten beliefern lassen können, die Möglichkeit für ihren Einkauf geben.

Ein paar Tipps für sicheres Einkaufen
Oberstes Gebot beim Einkaufen ist Abstand halten. Der gute, alte Einkaufszettel hat ein Revival. Es empfiehlt sich, die Einkäufe zu planen und zu notieren, was man alles benötigt, damit man nicht zu oft ins Geschäft muss. Grundsätzlich gilt, es sollen nur Menschen einkaufen gehen, die keine Symptome  haben und gesund sind.
Einkaufswägen oder -körbe werden von vielen Personen angefasst. Daher empfiehlt sich, bevor man ins Auto steigt, für die Hände – sofern vorhanden – ein Desinfektionsmittel zu verwenden. Wenn man Heim kommt, die Einkäufe in die Ecke stellen und gründlich die Hände waschen, am besten zwei Mal. Nachdem die Besorgungen eingeräumt wurden, nochmals die Hände waschen.
Elisabeth M. Pöll

Bereits am Eingang werden die Kunden auf die Sicherheitsmaßnahmen aufmerksam gemacht. Foto: Pöll

 
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