04.02.2021
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Über 4.000 Arbeitslose im Bezirk

Der Arbeitsmarkt leidet weiterhin stark unter der Wirtschaftskrise infolge der Corona Pandemie. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Kitzbühel hat – so wie bereits während des ersten Lockdowns  im März und im April 2020 – auch in diesem Jänner wieder die 4.000er Grenze überschritten.

Bezirk, Tirol | Ende Jänner waren 4.215 Personen im Bezirk beim AMS als arbeitslos vorgemerkt. Das waren um 2.986 Arbeitslose bzw. um 243 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet das AMS wie berichtet vor allem im Tourismus (1.984 Arbeitslose) und in jenen Branchen, die vom Tourismus abhängig sind (Verkauf, Skiverleih, Bergbahnen, Schischulen). „Auch der Schulbetrieb ist aktuell durch die Corona Pandemie stark beeinträchtig. Das ist naturgemäß eine besondere Herausforderung für alle jene Schüler und Schülerinnen, die derzeit vor ihrer Berufswahl stehen. Die positive Nachricht: Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen suchen unsere Betriebe weiterhin Lehrlinge und investieren in deren Ausbildung. Fachkräfte werden also auch in Zukunft dringend benötigt“, schildert der Kitzbüheler AMS-Leiter Manfred Dag.  
Tirolweit schaut es nicht besser aus: bei einem prognostizierten Stand von 311.000 unselbständig Beschäftigten (ein Minus von 44.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 41.239 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31. Jänner 2021 die Arbeitslosenquote in Tirol 11,7 Proozent (Jänner 2020: 4,8 Prozent ).

Im Jänner 2021 kam es mit +23.479 oder +132,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem deutlichen Anstieg an vorgemerkten arbeitslosen Personen. Gleichzeitig stieg in Österreich die Arbeitslosigkeit um +112.995 Personen oder +31,8 Prozent auf insgesamt 468.330.
„Wie befürchtet steigt die Arbeitslosigkeit in Tirol weiter und erreicht mit einer Quote von über 11Prozent ein negatives Langzeithoch. Speziell der Vergleich mit anderen Bundesländern macht deutlich, wie groß die Herausforderungen im Moment in Tirol sind. Den 41.239 arbeitslosen Personen in Tirol stehen aktuell 3.309 offene Stellen gegenüber.
Auch bei den offenen Lehrstellen gibt es erstmals einen Rückgang. Hier ist die Situation aber im Großen und Ganzen nach wie vor stabil. Positiv entwickelt sich die Zahl der Personen in Schulung, das freut uns, denn jetzt gilt es, die Zeit des Aufschwungs vorzubereiten,“ kommentiert Landesgeschäftsführer Alfred Lercher die schwierige Situation am Arbeitsmarkt.

„Corona-Joboffensive“ gestartet
Seine Stellvertreterin Sabine Platzer-Werlberger ergänzt: „Wir tun jetzt alles, um die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Arbeitsuchenden zu verbessern. Die Zeit der Arbeitslosigkeit soll, so gut es geht, genutzt werden, um in Zukunft den Bedarf der Tiroler Betriebe an Fachkräften besser zu erfüllen.
Die „Corona-Joboffensive“ ist gestartet und bietet Lehrausbildungen im zweiten Bildungsweg, Fachkurse, Pflegeausbildungen und natürlich Bildungs- und Berufsberatung für alle Vorgemerkten an.
Dabei liegt ein großes Augenmerk darauf, dass Frauen, die von der der Krise mehrfach belastet sind, gute und zukunftsweisende Angebote bekommen. In allen Kursen sind digitale Komponenten, aber auch Gesundheitsprävention zentrales Thema. https://www.ams.at/arbeitsuchende/corona-joboffensive-jetzt-weiterbilden/tirol#tirol

Bild: „Ende Jänner waren 4.215 Personen im Bezirk beim AMS als arbeitslos vorangemeldet“, so Manfred Dag. Foto: Archiv/Galehr

 
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