28.04.2019
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Über 1.000 Mal geblitzt

Als richtige Maßnahme für ein Mehr an Sicherheit haben sich die Radarkästen im Kitzbüheler Stadtgebiet erwiesen. Im ersten Monat blitzten die Geräte mehr als 1.000 mal.

Kitzbühel | Potenzielle Gefahrenstellen zu entschärfen, war das primäre Ziel bei der Errichtung der Radarkästen im Kitzbüheler Stadtgebiet. Nach der behördlichen Prüfung der Standorte durch das Verkehrsministerium und deren Genehmigung konnte im Februar der Probebetrieb der Radaranlage gestartet werden, seit 1. März schießen die Geräte „scharf“.

Zwei der Radarkästen stehen in unmittelbarer Schulnähe. In der Klostergasse (gegenüber der Volksschule) und am Traunsteinerweg (bei der NMS) wird so die Einhaltung der 30 km/h-Zone überwacht. Aber auch im Siedlungsgebiet „Badhaus“ bei der Trafik (Bichlstraße) und beim Tirolerhof (Winklerfeld)  gibt es die Tempo-Überwachung. Auch hier gilt Tempo 30 aus Sicherheitsgründen. „Wir haben die Standorte sorgsam ausgewählt, um nicht die klassischen Vorwürfe der Abzocke zu bedienen. Die Geräte wurden im Bereich von Schulen und in einem Siedlungsgebiet aufgestellt, um die Sicherheit in diesen Bereichen zu erhöhen“, erklärt Kitzbühels Straßenreferent Hermann Huber. Dies belegen auch die Zahlen der vorangegangenen Laserkontrollen. Es wurde auch gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel ein genauer Überwachungsplan erstellt.

Mehr als 1.000 Blitze im ersten Monat

Die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsüberschreitungen bestätigt die Notwendigkeit der Geräte. Im ersten Monat wurde mehr als 1.000 Mal „geblitzt“. Laut den Auswertungen der Stadtpolizei Kitzbühel stammte ein Viertel der Überschreitungen aus dem Bezirk Kitzbühel. „25 Prozent der Kennzeichen begannen mit KB. Der Anteil der deutschen Fahrzeuge liegt bei 40 Prozent und weitere 35 Prozent der regis­trierten Fahrzeuge kommen aus dem restlichen Österreich. Die Anzahl der weiteren EU-Staaten ist verschwindend klein“, erzählt Peter Burgmann. Leiter der Stadtpolizei Kitzbühel. „Die Anzahl der Strafen wird sich in nächster Zeit ein wenig reduzieren, aber da der Großteil der Überschreitungen von Nicht-Einheimischen kommt, gehen wir davon aus, dass der Rückgang nicht sehr groß sein wird“, sagt Hermann Huber.

Strafen zwischen 30 und 2.180 Euro

Die Strafen für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in diesen Bereichen (Klostergasse, Traunsteinerweg und Badhaussiedlung) bewegen sich zwischen 30 und 2.180 Euro. „Es kann aber auch bis zum Führerscheinentzug gehen“, weiß Josef Lengauer von der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel, der die Überwachung in diesen Bereichen ebenso als eine effektive Schutzmaßnahme sieht.

Der „Negativrekord“ bei der Überwachung durch die Radarkästen liegt bei 69 km/h. „Mit der Laserpistole hatten wir sogar einmal einen Raser mit 81 km/h“, erzählt Peter Burgmann.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Peter Burgmann (Leiter der Stadtpolizei Kitzbühel) und Hermann Huber (Straßenreferent der Stadtgemeinde Kitzbühel) ziehen eine erste Bilanz über den Einsatz der Radarkästen. Foto: Pöll

 
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