24.02.2017
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„Treffpunkt“ mit syrischem Chef

In Sachen Betriebsübergabe geht Werner Pfister vom „Pizza Pasta Treffpunkt“ in Fieberbrunn ungewöhnliche Wege: Sein Nachfolger Zervan Alali stammt aus Syrien.

Fieberbrunn | Alali ist der erste Asylberechtigte im Bezirk, der ein Gewerbe angemeldet hat, wie Klaus Lackner und Balthasar Exenberger von der Wirtschaftskammer bestätigen.

Der 26-jährige syrische Flüchtling ist bereits seit sechs Jahren in Österreich, seit 2012 arbeitet er als Pizzakoch bei Pfister im Betrieb mit. „Der Koch ist der gleiche, im Prinzip  bleibt alles gleich, wir machen einen schönen, reibungslosen Übergang“, freut sich Pfister über die Lösung. Er fragte vergangenes Jahr bei Zervan Alali nach, ob er sich vorstellen könnte, den Betrieb zu übernehmen. Bis zum endgültigen Wechsel im kommenden Sommer steht Pfister seinem Partner noch hilfreich zur Seite.

Der neue Restaurant-Chef wohnt in Fieberbrunn: „Die Leute haben mich sehr gut aufgenommen“, sagt Alali. Das Gewerbe zu beantragen war für ihn nicht besonders schwer, wie er betont.

Fragt man ihn jedoch, wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der Integration von Flüchtlingen gibt, hat er eine eindeutige Antwort parat: „Die Deutschkurse beginnen immer in der Hochsaison. Das ist, glaube ich, ein großer Fehler.“ Er plädiert dafür, die Sprachkurse in der Zwischensaison anzusetzen. Generell gebe es auch viel zu wenig Plätze.

Bei einem Besuch gab Wirtschaftskammer-Obmann Klaus Lackner dem angehenden Chef noch einige gute Tipps mit auf den Weg. Das Thema Betriebsübergabe ist einer der heurigen Jahresschwerpunkte der Wirtschaftskammer.
Elisabeth Galehr

Bild: Zervan Alali (Mitte) übernimmt den Betrieb von Werner Pfister (r.) in Fieberbrunn. Bei einem Lokalaugenschein gab WK-Obmann Klaus Lackner Tipps. Foto: Galehr

 
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