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23.12.2019
News  
 

Top-Sprints, Bettruhe und ein Debüt

Für Felix Leitner und Lisa Hauser hatte der Heimweltcup stark begonnen: Platz acht bzw. elf im Sprint waren die Platzierungen. Neo-Pillerseetaler Leitner verbesserte damit sein bestes Karriere-Ergebnis auf der Kurzdistanz. Für Dominik Landertinger endete der Weltcup vor heimischer Kulisse krankheitsbedingt, bevor er begonnen hatte. An anderer Stelle gab es den ersten Einsatz auf der großen Biathlon-Bühne: Patrick Jakob aus St. Ulrich feierte seine Weltcup-Premiere in der Staffel.

Hochfilzen | Seit neun Jahren stand in Hochfilzen kein heimischer Athlet mehr auf dem Podest. Auch in diesem Jahr nicht. Für Felix Leitner war Hochfilzen 2019 dennoch guter Boden: Im Sprint bestes Karriere­ergebnis, in der Verfolgung in den Top-20 und in der Staffel läuferisch unter den besten seiner Runde. „Das Wochenende war spitze“, resümierte er zufrieden.
Zum Auftakt am Freitag leistete sich Leitner auf der Kurzdistanz keinen Fehlschuss und konnte im Ziel mit nur 35 Sekunden Rückstand auf Sieger Johannes Thingnes Boe (NOR) auf Platz acht ausschnaufen – „Null-null, Rang acht und bestes Sprintergebnis von mir. Ich hätte heute nicht besser schießen oder laufen können“, resümiert Leitner happy. Auch wenn ihn tags darauf drei Fehlschüsse auf Platz 20 zurückwarfen, hakte der 22-Jährige auch den Verfolgungswettkampf in Hochfilzen positiv ab: „Beim ersten Liegend­anschlag habe ich den Wind im Vergleich zum Anschießen falsch eingeschätzt, die beiden Fehler ärgern mich deshalb besonders. Trotzdem sind die Top-20 ein gutes Ergebnis.“
Mit einer stark ersatzgeschwächten Staffel – nach Simon Eder und Dominik Landertinger fiel für Sonntag auch Julian Eberhard aus – gab es für Österreich am Abschlusstag im Teambewerb Platz zwölf. „Mein Rennen war ok. Mich ärgert, dass schon wieder der letzte Schuss daneben ging. Daran muss ich arbeiten und bis zum Ende fokussiert bleiben. Läuferisch war ich aber dabei,“ so Leitner, der gemeinsam mit David Komatz, Tobias Eberhard und dem „Nuaracher“ Patrick Jakob vor 11.000 Fans immerhin dasselbe Resultat einfuhr, wie die „Topbesetzung“ zum Auftakt in Östersund. „Jetzt bin ich froh, dass ich ein paar Tage bis zu den nächsten Rennen habe, die Beine sind doch müde,“ schaut Leitner bereits auf die nächste Weltcupstation in Annexy-Le Grand Bornand (FRA), wo am 19. Dezember ein Sprint auf dem Kalender steht.

Hauser im Sprint mit bestem „Heim-Ergebnis“
Auch Lisa Hauser konnte im Sprint mit ihrem bisher besten Ergebnis auf heimischem Boden aufzeigen. Läuferisch lief es für die Reitherin zwar nicht optimal, ein fehlerfreier Auftritt am Schießplatz ließ die 26-Jährige das Rennen am Ende aber auf Platz elf beenden. „Null-null war für mich die Grundvoraussetzung für ein gutes Sprintergebnis. Es war am Schießstand richtig schwierig und man musste heute auch ein bisschen Glück haben, dass der ein oder andere Randtreffer fällt,“ so Hauser zu ihrer Performance.
In der Verfolgung passierte der Reitherin ein Missgeschick. Sie gab drei der fünf Schüsse auf die falsche Scheibe ab. „Crossfire“ nennt sich das im Biathlonsport. Auch schon bei der WM 2019 war Hauser dieser kurze Konzentrationsfehler passiert, dementsprechend groß die Enttäuschung: „Ich hatte mir nicht gedacht, dass ich das nochmals durchmachen muss. Vor heimischem Publikum wünscht man sich was anderes.“ Letztlich musste sie mit Rang 39 vorlieb nehmen und muss nun nach vorn blicken.

Patrick Jakob feierte Weltcup-Debüt
Patrick Jakob aus St. Ulrich hatte in Hochfilzen seinen ersten großen Auftritt. Er wurde für den ebenfalls kranken Julian Eberhard in sprichwörtlich letzter Minute nachnominiert und konnte sich in der Staffel vor heimischem Publikum auf der Weltbühne präsentieren: „Nervös war ich natürlich schon, aber die Freude war riesengroß. Landi hat mich auch noch angerufen und mir alles Gute gewünscht - das war schon riesig“, erklärt Patrick Jakob, der insbesondere auch von der Stimmung im Stadion überwältigt war. „Es ist unglaublich, wie dich die Fans antreiben. Ich habe so etwas zuvor noch nie erlebt und da hat es mir schon am Start die Gänsehaut aufgezogen“, so „Pati“ weiter. Mit einer soliden läuferischen Leistung und zwei Nachladern erhielt der Youngster von den Kollegen und Trainern durchwegs Lob. Gefeiert wurde dann im Hause Jakob gleich doppelt „Meine Oma hatte ihren 70. und so haben wir Geburtstag und Weltcupdebüt gleich zusammen gefeiert.“

Ab Mittwoch wird der St. Ulricher aber erst einmal wieder im IBU-Cup an den Start gehen, für weitere Weltcupeinsätze hat sich der Pillerseetaler aber ohne Zweifel empfohlen.
Den Heimweltcup verpasst hatte Dominik Landertinger. Eine Erkältung zwang den 31-jährigen Lokalmatador die Wettkämpfe vor seiner Haustüre in der Zuschauerrolle zu verfolgen.
Für das ÖSV-Team und für Felix Leitner, Lisa Hauser und Dominik Landertinger heißt es nun den Blick nach vorne zu richten. Dritte Weltcupstation ist vom 19. bis 22. Dezember Annecy (FRA), die am Donnerstag mit dem Sprint der Männer startet.

Die Schweizer Damenstaffel mit Lena Haecki, Elisa Gasparin, Aita Gasparin und Selina Gasparin (v.l.) sorgte erneut für eine Überraschung und belegte Rang zwei. Fotos: Adelsberger

 
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