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30.09.2019
News  
 

Tirol blickt auf Thomas Cook

Die Pleite des Reiseanbieters Thomas Cook sorgt für große Schockwellen in der Branche und darüber hinaus. Wie stark sich das Ereignis auf die Wintersaison in Tirol und der Region auswirkt, steht noch nicht fest.

Bezirk | Tirol-Werbung-GF Florian Phleps hält fest: „Tirols Tourismus könnte vor allem im Hinblick auf die kommende Wintersaison von der Thomas-Cook-Insolvenz betroffen sein.“ Die heimischen Tourismusverbände und Interessensvertretungen arbeiten aktuell mit Hochdruck daran, auszuloten, wie groß die Folgen sind bzw. an Lösungsansätzen. Sig-
ne Reisch, Präsidentin von Kitzbühel Tourismus, bestätigt: „Wir nehmen uns dessen an und schauen, welche unserer Betriebe betroffen sind.“ Ein weiteres Beispiel sind die Nachbarn im Brixental, die ebenso mit der Causa beschäftigt waren, auch wenn vorerst eine kleine Entwarnung gegeben werden konnte: „Momentan ist bei uns ein Hotel betroffen“, wie GF Max Salcher am Dienstag erklärte. Eine konkrete Handlungsempfehlung konnte Mario Gerber, Obmann der Fachgruppe Hotellerie, bis Redaktionsschluss noch nicht aussprechen, denn: „Thomas Cook in England hat Pleite gemacht. Die meisten Verträge der heimischen Hotels laufen aber mit der AG in der Schweiz.“

Diese war Anfang der Woche zumindest noch voll im Geschäft. Somit dürfe ein Hotelier solche Gäste auch nicht abweisen. „Die Fachgruppe versucht aktuell, Licht ins Dunkel zu bekommen“, so Gerber. Betroffene Hoteliers können sich gerne mit Fragen an das Gremium wenden. Es gehe darum, eventuellen Schaden vom Standort Tirol, aber auch von den Gästen abzuwenden. Generell ist die Causa schwierig zu beurteilen, weil das Ausmaß der Folgen vorerst noch nicht abgeschätzt werden kann. „Es ist auch die Frage, ob der Insolvenztopf reichen wird“, zeigt Mario Gerber auf. Viele Fragen seien noch offen – etwa die nach der Zukunft von Thomas Cook in Österreich und der Schweiz. „Aktuell zapfen wir alle Ressourcen an, bis hin zur EU und sind dabei, eine konkrete Handlungsempfehlung für unsere Hoteliers auszuarbeiten“, sagt Gerber abschließend gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger. Florian Phleps fasste in seiner Stellungnahme  außerdem einen weiteren Aspekt in‘s Auge: „Die Flüge eines wichtigen britischen Reiseveranstalters von London Gatwick und Manchester nach Innsbruck sollten über Thomas Cook Airlines abgewickelt werden, welche von der Pleite ebenfalls betroffen ist. Wir sind aber zuversichtlich, dass es hier noch zu einer alternativen Lösung kommt.“ Weitere Hintergründe lesen Sie nächste Woche im Anzeiger.  Elisabeth Galehr

 
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