19.10.2018
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Testphase für E-Busse

Die Bergbahn AG Kitzbühel startet den Probebetrieb von E-Bussen als Skibusse. „Nachhaltigkeit fängt beim Seilbahnmanagement am Berg an und setzt sich im Tal fort“, sagt BAG-Vorstand Josef Burger. Eine zweite Testphase ist im Jänner geplant.

Kitzbühel | In einer ersten Testphase drehte zwischen Hahnenkamm und Horn ein E-Bus seine Runden. Fünf Tage dauerte dieser Testbetrieb und er wird auch nicht der letzte sein. Im Jänner ist ein zweiter Probedurchgang geplant, dabei werden sich die E-Busse bei vollem Winterbetrieb beweisen müssen.

800.000 Bergbahngäste nutzen die Skibusse

Den E-Bus in Kitzbühel ins Rollen gebracht hat die Bergbahn AG Kitzbühel. Für BAG-Vorstand Josef Burger hört die Nachhaltigkeit nicht am Berg auf. Mit den Skibussen konnte bereits viel an Individualverkehr eingespart werden. In einer Wintersaison nutzen rund 800.000 Bergbahngäste das Skibusangebot, das in Partnerschaft mit Postbus angeboten wird. Mehr als 30 Busse sind dabei im Einsatz, die insgesamt rund 210.000 Kilometer zurücklegen und dabei die Zubringerbahnen von KitzSki mit knapp 55.000 An- und Abfahrten frequentieren. Allein an der Haltestelle Hahnenkamm kommt es täglich zu 200 An- und Abfahrten.

Im vergangenen Winter wurden Gespräche über den Einsatz von E-Bussen geführt, jetzt folgte die erste Testphase. „Wir wollen nicht nur Bewährtes weiterführen, es wäre toll wenn wir einen E-Bus zum Einsatz bringen könnten. Besonders anbieten würde sich der Ringbus“, sagt Burger. Innerstädtisch sind zwei Busse im Ringverkehr zwischen Hahnenkamm und Horn unterwegs und fahren im 15-Minuten-Takt. Durch einen E-Bus auf dieser Linie würde sich auch die Luftqualität verbessern. „Das Ziel ist, gute Voraussetzungen zu schaffen, damit man weiß, welches Einsatzspektrum bewältigbar ist“, sagt Wolfram Gehri, Regionalmanager ÖBB-Postbus Region West.

Zeitgleich mit dem Test in Kitzbühel, läuft auch noch eine Probephase in Lienz. „Dies ist ein erster Evaluierungsschritt, um Erkenntnisse über die Vor­aussetzungen für einen verlässlichen E-Bus Betrieb in verkehrstechnischer und logistischer Hinsicht für geeignete mögliche Einsatzbereiche zu gewinnen. Aufbauend auf den ersten gewonnenen Ergebnissen sollen weitere Testeinsätze folgen“, sagt Burger.

Auch ein Thema für die Stadt Kitzbühel

Das Thema E-Mobilität ist auch bei der Stadtgemeinde Kitzbühel schon seit längerem im Gespräch. Während man bei den Dienstfahrzeugen zum Teil schon auf E-Mobilität wechselte, will Bürgermeister Klaus Winkler sich auch mit der E-Mobilität im öffentlichen Verkehr beschäftigen. „Die Skibusse sind ein wichtiger Teil der Verbindungen in der Stadt und die E-Mobilität ist hier auch nicht mehr wegzudenken und zu einem wichtigen strategischen Instrument geworden“, sagt Winkler, der etwaige Diskussionen zum Thema der Sinnhaftigkeit nicht ausschließt. Elisabeth M. Pöll

Bild: Der erste Test für E-Busse als Skibusse wurde absolviert. Christoph Schretthauser (ÖBB), Wolfram Gehri (Regionalmanager ÖBB-Postbus), Josef Burger (Vorstand Bergbahn AG Kitzbühel) und Klaus Winkler (Bürgermeister der Stadt Kitzbühel)( v.l.).

 
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