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10.01.2019
News  
 

Täglich grüßt das Murmeltier

Und täglich grüßt das Murmeltier... und die Menschheit wird noch dümmer und geldgieriger.

Kitzbühel | Alljährlich werden weltweit zu Silvester Milliarden in die Luft verschossen, für fünf Minuten Spaß und Belustigung. Regelungen bezüglich des „Abschuss-Verbotes“ werden ignoriert und die Silversterindustrie boomt weiter. Logisch, Profit macht alle froh!

Doch denkt irgendjemand von diesen Menschen auch an diejenigen, die nicht für sich sprechen können? – Nein, wohl eher nicht! Denn Tiere zählen nach wie vor als „ Sache“ und werden teilweise nicht als Lebewesen anerkannt. Freilebende Tiere können sich im Licht der Silvesterraketen nicht sicher fühlen. Für sie ist es alljährlich der Horror schlechthin. (Für alle diejenigen, die ein Haustier zu Hause haben – Sie wissen wahrscheinlich wovon ich spreche!) Auch für die Umwelt sind der erhöhte Feinstaubbelastung und die damit verbundenen Spitzenwerte nicht zu verachten. Aus einem Zeitungsartikel der „Frankfurter Rundschau“ entnehme ich auch, dass der Müll, der vom Himmel fällt, auch als Nahrungsmittel für die am Boden lebenden Tiere ist. Ein all-inclusive Buffet an Müll. Laut Experte sei für jedes Tier in jeder Größe etwas dabei.

Und wen interessiert das? Leider fast niemanden. Die Politik, so scheint es, wehrt sich gegen schärfere Gesetzte und sieht zu, wie Milliarden verballert werden, nur um den Tourismus und die „Tradition“ aufrecht zu erhalten.

Solange die Staatskassen prall gefüllt sind, lacht auch das Politikerherz. Um es nun zum Schluss zu bringen, persönlich sind wir entrüstet über so viel Hirnlosigkeit. Wir bedauern, dass es nicht mehr Menschen gibt, die dieses Thema interessiert – ebenso bedauerlich, dass so wenige Menschen ihr von Gott gegebenes Hirn nicht benutzen. Aber um ehrlich zu sein, muss man sich nur umschauen. Profit, Egoismus, Habgier, Disharmonien und Rechthaberei dominieren unsere Gesellschaft – und dann braucht man sich einfach nicht mehr wundern.

Der Mensch ist/war und wird wahrscheinlich das größte Übel bleiben, wenn er nicht endlich anfängt umzudenken. Denn irgendwann ist es zu spät und unser Planet eine Müllhalde. Weit weg von dem, was er eigentlich sein soll.  
Katrin Thiele, Salzburg, und
Renate Griessner, Kitzbühel


 
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