30.11.2019
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TVB appelliert: „Mut zum Preis“

Die Nächtigungen in St. Johann haben sich positiv entwickelt, jedoch mahnt TVB-GF Gernot Riedel: „Mehr Mut zum Preis“. Als eine Herausforderung für die Zukunft sieht der TVB das Thema Mobilität.

St. Johann | 996.533 Nächtigungen verzeichnete die Region St. Johann, Oberndorf und Kirchdorf insgesamt im vergangenen Sommer und Winter. Die Trendwende nach herben Bettenverlusten, die vor rund fünf Jahren in St. Johann eingeleitet wurde, setzt sich weiter fort. Neue Hotels, SkiStar und ansässige engagierte Touristiker sorgten für neue Impulse und steigende Nächtigungen.   
Jedoch: trotz positiver Entwicklungen der Nächtigungen gibt es im Bereich der Umsätze noch keine Weiterentwicklung, zeigt eine tirolweite Studie des MCI auf. „Mehr Mut zum Preis. Ihr alle investiert Herzblut und Zeit in die Weiterentwicklung der Betriebe – das muss sich auch im Preis niederschlagen. Wir haben nichts zu verschenken“, mahnte TVB-Geschäftsführer Gernot Riedel im Rahmen der Vollversammlung deshalb einmal mehr eine höhere Preis-
politik ein.

Wertschöpfung und  Wertschätzung
Riedel ist überzeugt, dass das Angebot in der Region gut genug sei, um auch entsprechende Preise durchzusetzen: „Es geht nicht nur um quantitatives Wachstum, sondern um Qualität.“ In Zukunft, so Riedel, solle man auf die drei „W“s  setzen: Wertschöpfung, Wertschätzung (gegenüber Mitarbeitern sowie gegenüber einander) und Wertsetzung.

Im Sommer mehr Gäste als im Winter
Eine Besonderheit in der Region ist, dass mehr Nächtigungen im Sommer als im Winter verzeichnet werden. „Der Winter ist keine g‘mahte Wies`n für uns“, betont Riedel.
Auch der kommende Winter sei fordernd, besonders der März, so Riedel: „In vielen Köpfen herrscht die Meinung, dass die Schneesicherheit in niedrigen Lagen um diese Zeit nicht mehr gegeben sei. Ein weiteres Problem ist, dass der Trend zum großen Skigebiet hingeht, deshalb ist Individualität und besondere Betreuung des Gastes wichtig – nur so können wir punkten und uns von der Konkurrenz abheben“, sagt Riedel.

Herausforderung: Gäste sollen Auto stehen lassen
Als große Herausforderung für die Zukunft sieht Obmann Josef Grander die Mobilität. „Wer am Nachmittag durch St. Johann fährt, weiß wovon ich spreche. Wir müssen schauen, dass wir Angebote schaffen, damit die Gäste das Auto stehen lassen.“

Überregionale Angebote für die Gäste
Ein erster Schritt sei schon mit der Gästekarte realisiert worden, mit der die Urlauber kostenlos Zug und Bus nutzen können. „Das wird jedes Jahr besser angenommen. Das Angebot muss aber erweitert werden – auch regionsübergreifend, denn dem Gast ist es egal in welchem Verbands-Gebiet er unterwegs ist“, so der Obmann. Hier werde der TVB in Zukunft mehr Geld in die Hand nehmen müssen, betont Grander

Neues Angebot für Biker geplant
Ein neues Projekt gibt es in Oberndorf: Der Tauwiesenlift soll auch im Sommer genützt werden. „Geplant sind kleine Singletrails und ein Up-Hill-Trail auf der Wiesenfläche beim Tauwiesenlift“, berichtet Obmann Josef Grander. Der Lift wird gerade saniert (der Kitzbüheler Anzeiger berichtete). Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des TVBs, der Gemeinde Oberndorf und der Bergbahn. Johanna Monitzer

„Wir müssen Angebote schaffen, damit die Gäste das Auto stehen lassen“, sagt TVB-Obmann Josef Grander. Auch der Weg in Richtung erhöhte Wertschöpfung wird für den Tourismusverband eine Herausforderung. Foto: Ehammer

 
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