19.09.2019
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Strukturplan Pflege steht

Nach der Evaluierung im Vorjahr wurde nun der neue Strukturplan Pflege für den Bezirk Kitzbühel präsentiert. Bis 2022 werden noch weitere Betreuungsplätze geschaffen und auch die Leistungsstunden gesteigert. Kommen wird auch ein „Kümmerer“ für den Bezirk.

Bezirk | Mit dem Strukturplan Pflege 2012 bis 2022 wurden die richtigen Maßnahmen gesetzt, um dieses wichtige Thema in die Zukunft zu führen“, sagte Landesrat Bernhard Tilg bei der Präsentation des Strukturplans vergangene Woche. Von Beginn an war klar, dass es nach fünf Jahren einer Evaluierung bedarf. Diese wurde vor einem Jahr präsentiert und danach eingearbeitet. Sie verdeutlicht nun den Ausbau der bedarfsgerechten Versorgung betreuungsbedürftiger Personen und die Weiterentwicklung der mobilen und stationären Pflege in Tirol.
„Für das Ausbauprogramm bis Ende 2022 sind insgesamt 18 Plätze in der Langzeit- und 24 Plätze in der Schwerpunktpflege vorgesehen. Gleichzeitig werden die mobilen Dienste bis 2022 auf 26.733 Leistungsstunden gesteigert, um das Älterwerden in den eigenen vier Wänden weiterhin bestmöglich zu unterstützen. Mit dieser Evaluierung ist in Abstimmung mit den Obleuten der Planungsverbände des Bezirkes Kitzbühel eine zielgerichtete Bedarfsanpassung für eine Betreuung zu Hause und im Heim gelungen“, zeigt sich Tilg erfreut. Die neuen Plätze werden in Hopfgarten, Kössen und Kitzbühel gebaut bzw. eingerichtet.

Gesundheit und Pflege vernetzen
Für Tilg ist die Zukunftsorientierung des Pflegeplanes von größter Bedeutung: „Das Land Tirol setzt auf die Vernetzung von Gesundheit und Pflege, um eine flächendeckende und umfassende Versorgung der Tiroler Bevölkerung weiterhin sicherzustellen. In enger Kooperation mit den Krankenhäusern und Ärztinnen sowie Ärzten werden neue Wege für die Versorgungskette in der Pflege beschritten. Das betrifft den Schlaganfall genauso wie die Herzschwäche und chronische Erkrankungen wie Diabetes. Das Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) spielt bei der Umsetzung dieser schon angelaufenen innovativen Projekte eine zentrale Rolle“, betont Tilg.

Pionierleistung im PV Brixental
Die Idee des Case-Managers oder „Kümmerers“, die 2016 im Planungsverband Brixental realisiert wurde, wird nun vom Land Tirol aufgegriffen und flächendeckend umgesetzt. Der Case-Manager ist eine unabhängige Person, welche die bestehenden Einrichtungen und Sozialpartner bestmöglich miteinander verbindet. Dadurch können eine Über-, Unter- oder Fehlversorgung vermieden und die bestehenden Ressourcen bestmöglich genutzt werden. Durch die Sprengelzugehörigkeit wird auch die Gemeinde Reith von „Kümmerer“ Dietmar Strobl betreut.
Dieses Modell ist nun bereits in Landeck angelaufen, als nächstes wird es im Bezirk Kufstein umgesetzt und anschließend folgt der Bezirk Kitzbühel. „Bis 2022 werden alle Bezirke mit diesem System ausgestattet sein“, versichert Landesrat Bernhard Tilg. Elisabeth M. Pöll

Bgm. Josef Kahn (PV Brixental-Wildschönau), Bezirkshauptmann Michael Berger, LR Bernhard Tilg, Kathrin Eberle (Leitung Abteilung Soziales Land Tirol), Bgm. Stefan Jöchl (PV Leukental) und Bgm. Leo Niedermoser (PV Pillerseetal. v.l.) präsentierten den Strukturplan Pflege. Foto: Pöll

 
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