01.04.2017
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Steckbrief der „Generation Y“

Sie heißen „Millenials“, „Generation Y“ oder die Jüngeren auch „Generation Z“ – die Nachwuchstalente, die von so mancher Branche so dringend gesucht werden. Wo kann man sie finden? Auf diese Frage versuchte der Wirtschaftsbund, eine qualifizierte Antwort zu geben.

Hopfgarten  | Dazu waren interessierte Unternehmer Anfang der Woche in das Hotel Hohe Salve in Hopfgarten eingeladen. Zu hören bekamen sie einige aufschlussreiche Erkenntnisse über die junge Generation am Jobmarkt und die Herausforderungen, die in der Zukunft auf den Arbeitnehmer – aber auch den Arbeitgeber – zukommen. Zukunftsforscher Andreas Reiter zeigte dabei einige wesentliche Trends auf, die bereits jetzt zu spüren sind: „Die jungen Leute zieht es in die großen Städte. Eine der Problemstellungen wird auch sein: Wie können wir sie in die ländlichen Regionen holen?“

Dabei macht es übrigens einen Unterschied, ob man von der Generation Y spricht (ab ca. 1980 geboren) oder mittlerweile auch schon der Generation Z (ab ca. 1999 geboren). Denn während die ersteren ihr Heil im Wandel suchen, äußerst flexibel sind und kein Problem damit haben, dass Arbeit und Freizeit ineinander fließen – solange der Erlebnisfaktor stimmt – wollen die Jüngeren wieder mehr Stabilität in ihrem Leben. Wichtig sei den jungen Menschen, ihre eigenen Ideen einzubringen, sagt Reiter.

Tendenziell sind die Nachwuchskräfte an sanften Karrieren interessiert: „Sie wollen die Verantwortung übernehmen, nicht die Führung. Es geht ihnen um die Sache, nicht um die Macht“, bringt es Reiter auf den Punkt.

Zusammengefasst rät der Zukunftsforscher daher den Arbeitgebern, die Mitarbeiter auf ihrer Berufsreise zu begleiten. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass heutzutage kaum eine Biografie mehr linear verläuft, sondern viele „Brüche“ bzw. Umorientierungen darin vorkommen. Flexible Arbeitsmodelle müssen geschaffen werden, sagt Reiter. Auch eine Verkürzung der Arbeitszeit kann helfen, qualifiziertes Personal zu holen. Angebote für eine gute Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie machen einen Arbeitgeber ebenfalls interessant.

Der Zukunftsforscher hat einen Tipp für den Tourismus, der bekanntlich besonders mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen hat: „Talentepflege wird auch Aufgabe von Standort-Agenturen und Destinationen sein. Ein kleines Hotel kann das alleine oft nicht leisten.“ Als Beispiel nannte er die Region Ötztal, die einen Mitarbeiterclub gegründet hat, und interessante Zusatzleistungen für Mitarbeiter der Region zu bieten hat.

Pletzergruppe als Beispiel aus der Praxis

Erfolgreiche Personalrekrutierung ist der Pletzergruppe ein wichtiges Anliegen. Daher gab Sabina Hutter (Leitung Human Resources) einige Beispiele aus der Praxis in dem Unternehmen. Alleine im vergangenen Jahr wurden 206 neue Mitarbeiter eingestellt. Der Großteil der Rekrutierung erfolgte über das Internet (70 Prozent). Aber auch über Zeitungsannoncen oder Empfehlungen konnte qualifiziertes Personal geholt werden. Geboten wird einiges: Zum Beispiel bemüht sich das Unternehmen, die Lehre attraktiver zu gestalten, etwa, dass die verschiedenen Zweige gruppenübergreifend ausgebildet werden. Mit dem Betriebskindergarten wurde ein Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen. Abschließend konnten noch bei einer Podiumsdiskussion mit den Referenten sowie LA Siegfried Egger und Manfred Pletzer Erfahrungen ausgetauscht werden. 
Elisabeth Galehr

 
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