30.11.2017
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Startschuss für neue Projekte

St. Johann sicherte sich Grundflächen für eine neue Kinderbetreuungseinrichtung sowie sozialen Wohnbau. Als Gegenzug erhält der Grundeigentümer eine gewidmete Fläche.

St. Johann | Drei Jahre lange dauerten die Verhandlungen über die rund 17.000 Quadratmeter große Fläche, ehe der St. Johanner Gemeinderat dem Kauf- und Raumordnungsvertrag sowie den dazugehörigen Widmungen und Änderungen im Raumordnungskonzept zustimmte. „Uns ist hier ein großer Wurf gelungen, der wichtig für die Entwicklung der Gemeinde ist“, erklärt Bürgermeister Stefan Seiwald. Auf dem in drei Parzellen geteilten Grundstück neben der Loferer Bundesstraße (B 178) sollen u.a. eine neue Kinderbetreuungseinrichtung und sozialer Wohnbau entstehen.

Gemeinde kauft zum Preis von 13 Euro/m2

Der Deal sieht folgendermaßen aus: Der private Grundeigentümer verkaufte an die Marktgemeinde eine Parzelle mit rund 6.000 Quadratmetern Grundfläche zu einem Preis von 13 Euro pro Quadratmeter. „Hier planen wir einen neuen Kindergarten sowie eine Kinderkrippe zu errichten“, erklärt der Bürgermeister. Bisher waren die Kinderbetreuungsgruppen auf mehrere Gebäude im Ort verteilt.

Frei verkäufliche Fläche für Wohnbau, Geschäfte

Die anderen beiden Parzellen des Grundstückes verbleiben im Besitz des Grundeigentümers, wobei jedoch eine der Parzellen vom Grundeigentümer für sozialen Wohnbau zur Verfügung gestellt wird (rund 4.300 Quadratmeter). Die andere Parzelle im Ausmaß von ebenfalls rund 6.000 Quadratmetern wurde dem Grundeigentümer zum freien Verkauf gewidmet. „Die Widmung lautet auf gemischtes Wohngebiet, so können neben Wohnungen dort auch Geschäfte oder Gewerbebetriebe entstehen“, erklärt Bauamtsleiter Harald Jäger.

Einstimmigkeit im Gemeinderat

Der gesamte Gemeinderat sprach sich in der Sitzung am vergangenen Dienstagabend einstimmig für den Deal aus. Die Liste SOLI freut sich über die dringend benötigte Infrastruktur. Für Bildungsausschuss-Obfrau Andrea Hauser (VP) ist der Standort ideal für einen Kindergarten: „Die Kinder müssen dann nicht mehr ins Dorf.“ Vizebgm. Georg Zimmermann (VP) sieht positive Aspekte für das Zusammenwachsen der Ortsteile. FPÖ GR Heribert Mariacher gibt aber auch zu Bedenken,  „dass durch die Bauten wieder mehr Verkehr entstehen wird – deshalb ist eine Verlängerung der Unterflurtrasse auf der Loferer Bundesstraße unumgänglich.“

Neue Straße muss gebaut werden

Für die verkehrstechnische Erschließung der Grundflächen muss die Gemeinde sorgen. „Es ist geplant, eine Straße zu bauen, der Radweg bleibt unverändert“, erklärt Bürgermeister Seiwald.

Sind die Widmungen und Verträge rechtskräftig, soll es Schlag auf Schlag gehen. „Wenn das Raumkonzept steht, wollen wir Anfang 2018 den Wettbewerb für die Kindergartenplanung starten“, so der Bürgermeister. Was auf dem 6.000 Quadratmeter großen Gemeindegrundstück sonst noch entstehen könnte, lässt sich die Gemeindeführung noch offen.
Johanna Monitzer

 
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