22.07.2017
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Starker Aufschlag am Center Court

Kitzbühel | Auch wenn Dominic Thiem heuer nicht aufschlägt: Die Zuschauer kommen trotzdem. 90 Tage vor Turnierbeginn waren die Tickets in der A-Kategorie (reservierte Plätze) weitestgehend vergriffen. Das bedeutet immerhin eine elfprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2012 waren noch 30.000 Zuschauer im Stadion, 2016 verbuchte man bereits 50.000 Zuschauer. Tennis in Kitzbühel ist eindeutig wieder stark im Trend: Seit 2010 konnte man eine steile Entwicklungskurve verbuchen, in der man sich in 5.000-er Schritten steigerte.
Auch die Budgetzahlen für das Turnier steigen an, 2016 waren es drei Millionen Euro.Das bedeutet eine Verdoppelung des Volumens seit 2011. „Wir wachsen konstant und wollen das Niveau erreichen, das wir in den 90-er Jahren hatten“, so Günther.
Im Jahr 2012 wurde eine Studie zur Wertschöpfung, die der Tenniszirkus in der Gamsstadt generiert, von der FH Kufstein erstellt. Der Tennisfan ist ein ansprechender Gast: Er bleibt 3-4 Tage und nächtigt vorwiegend in der gehobenen Hotellerie. So wird eine Wertschöpfung von 2,4 Millionen Euro generiert. „Wir rechnen damit, dass es heuer doppelt so viel ist, analog zu den Zuschauerzahlen“, erläutert der KTC-Präsident.
Übrigens will der KTC die aktuellen Zahlen erneut mit einer Studie erheben lassen. Diese soll dann im Winter präsentiert werden.
Top aufgestellt ist aber nicht nur die wirtschaftliche Seite, sondern auch die sportliche, wie das KTC-Team unterstreicht: „Das Spielerfeld ist heuer mit Abstand das stärkste.“
Zum Beispiel schlagen David Ferrer, Gilles Simon, Tommy Haas sowie Jürgen und Gerald Melzer ebenso auf wie Nicolas Almagro. Auch die Liste der Titelverteidiger ist lang: Paolo Lorenzi, Robin Haase und Phi-lipp Kohlschreiber. Zudem wird die derzeitige Nummer 23 der Welt, Pablo Cuevas, die Gamsstadt beehren. Bei Wimbledon hat Oliver Marach aufgezeigt, dieses Mal wird er an der Seite von Philipp Oswald, von 29. Juli bis 5. August teilnehmen.
Auch das Quali-Feld ist dicht besetzt, unter anderem ist Sebastian Ofner mit einer Wildcard für die Qualifikation sowie das Doppelhauptfeld gesetzt. Die zweite Quali-Wildcard wird an Jurij Rodionov vergeben.

Größtes Amateur-Tennisturnier der Welt
Das Generali Open bietet heuer übrigens nicht nur den Profis eine große Bühne, sondern auch den Amateuren. Denn im Rahmen der Tennisfestspiele soll heuer das größte Amateur-Tennisturnier der Welt steigen. „Wir haben schon 200 Anmeldungen dafür“, weiß Günther. Vom 30. Juli bis 1. August haben Hobbyspieler die Chance, beim „Tie Break Shoot Out“ ein Auto zu gewinnen. Unter allen Teilnehmern werden aber noch weitere Preise verlost.
Um möglichst vielen Spielern unterschiedlicher Niveaus die Teilnahme zu ermöglichen, wird dabei ein spezielles Rating-System herangezogen. Entsprechend ihrem Level erhalten schwächere Spieler dann einen gewissen Punktvorsprung. Das Amateurturnier wird auf den umliegenden Plätzen rund um Kitzbühel ausgetragen, das große Finale steigt dann aber in der Arena der Helden selbst, auf dem Gamsstädter Sand.
Teilnehmer können sich jetzt auf www.generaliopen.com bzw. auf der Website der Hobby Tennis Tour anmelden. Teilnahmeberechtigt sind alle österreichischen Amateurspieler, Frauen ebenso wie Männer.  

Über 300 Mitarbeiter im Einsatz
Für den reibungslosen Ablauf sorgen über 300 Mitarbeiter: „Es ist sehr erfreulich, dass viele Menschen aus der Region mitarbeiten wollen“, sagt Günther.
Natürlich hat Herbert Günther auch einige Visionen für das Generali Open. Angesprochen auf die Zukunft der Austragungsstätte, das Kitzbüheler Tennisstadion, hat man bereits konkrete Umbaupläne im Kopf. Die Umsetzung soll in Kooperation mit der öffentlichen Hand erfolgen: „Die Gespräche laufen, wir warten auf die Zusage des Ministeriums.“ Herbert Günther schätzt die Sanierungskosten auf fünf Millionen Euro ein, eine Bauzeit von sechs Monaten hält er für machbar.  „Riesenziel wäre bis zum Turnier 2018, sonst 2019.“  E. Galehr

 
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