25.11.2016
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Stall steht bereits vor Widmung

Schneller als der Amtsschimmel war ein Kitzbüheler Bauer. Bereits bevor die entsprechende Grundfläche umgewidmet wurde, hatte er den Jungviehstall errichtet. Der Schwarzbau wurde angezeigt.

Kitzbühel | Die Baugenehmigung für einen Jungviehstall hatte der Kitzbüheler Bauer bereits in den Händen. Während der Sommermonate änderte sich aber die Sachlage. Wegen eines Hangrutsches verlegte die Bergbahn AG Kitzbühel die geplante Pumpstation. Das Seilbahnunternehmen braucht übrigens für eine derartige Errichtung keine Baubewilligung, sondern eine wasserrechtliche Bewilligung. Aufgrund der geänderten Begebenheiten ergab sich für den Landwirt die Möglichkeit, die Stallung für das Jungvieh auf die errichtete Pumpstation zu bauen und so Grund und Boden zu sparen. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung suchte der Bauer um eine entsprechende Umwidmung an.

Bei der Sitzung am 14. November beschäftigte sich der Kitzbüheler Gemeinderat auch mit diesem Antrag. Dabei äußerte FPÖ-Stadtparteiobmann Alexander Gamper zuerst seine Bedenken um das liebe Vieh. Die Pumpstation produziert ordentlich Lärm, dieser könnte für das Vieh schlecht sein.

Der freiheitliche Gemeinderat fordert ein zusätzliches Gutachten, bezüglich der Verträglichkeit des Lärms. Der zweite Einwand von Gamper zu diesem „geplanten Bauvorhaben“ hatte es aber in sich. Er präsentierte dem Kitzbüheler Gemeinderat ein Foto vom bereits errichteten Stall. Dies sorgte für Verwunderung im Gemeinderat und auch Bürgermeister Klaus Winkler zeigte sich überrascht: „Wir werden die entsprechenden Schritte setzen“, sprach Winkler und erteilte Stadtbaumeister Stefan Hasenauer den Auftrag, der Causa nachzugehen.

Der Antrag von Alexander Gamper, die Angelegenheit nochmals im Ausschuss zu behandeln, erhielt die Zustimmung von Vize-Bürgermeister Walter Zimmermann und von Stadträtin Ellen Sieberer, die sich klar gegen eine Abstimmung in der Sitzung aussprach. Das Verfahren rund um den Schwarzbau ist angelaufen.
Elisabeth M. Pöll

 
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