17.08.2019
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„Stahlharte“ Zahlen für die RHI

Der Feuerfest-Konzern RHI Magnesita präsentierte seine Zahlen zum ersten Halbjahr: Beim Umsatz gab‘s ein Plus von 2,2 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (EBITA) ist um 12,3 Prozent auf 234 Mio. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit.

Wien, Hochfilzen  | „Trotz schwieriger Endmärkte konnten wir in unserer Industrial Division eine sehr starke Performance erzielen, die das etwas schwächere Ergebnis der Steel Division in einem anspruchsvolleren Marktumfeld ausglich“, erklärt Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita. Die Unsicherheit auf den Stahlmärkten steigt. Die Ergebnisse spiegeln Volumenrückgänge und einen selektiven Marktanteilsverlust bei Stahl in Europa und Nordamerika wider, der teilweise auf den Abbau von Lagerbeständen bei Kunden nach einem starken Jahr 2018 zurückzuführen ist. „Vor diesem Hintergrund haben sich unsere geografische und marktbezogene Diversifizierung sowie die Stärke unserer operativen Plattform als vorteilhaft erwiesen. So konnten diese Herausforderungen bisher ausgeglichen werden: Dies beinhaltet die Vorteile unserer Wachstumsstrategien, insbesondere in der Industriedivision und in ganz Asien, sowie unsere Fähigkeit, Preiserhöhungen durchzusetzen“, so Borgas.
Die Wachstumsmärkte entwickeln sich weiterhin stark. In China konnte sich RHI Magnesita den ersten großen Auftrag für eine Gesamtlösung sichern und ein Umsatzwachstum von 17 Prozent erzielen. Der Umsatz in Indien stieg um 16 Prozent. Das Unternehmen verzeichnete trotz eines weniger unterstützenden Rohstoffumfeldes eine gute Margenentwicklung. Der erwartete zusätzliche Synergieeffekt für dieses Jahr in Höhe von 20 Millionen Euro wird voraussichtlich erreicht werden. Die Verbesserungspläne in vier Werken zum Teilausgleich des operativen Minus von 40 Millionen Euro entwickeln sich erwartungsgemäß. Die Ausweitung des Working Capital im ersten Halbjahr 2019 dürfte bis zum Jahresende teilweise ausgeglichen werden.

Das sind die  Finanzkennzahlen
Der Umsatz betrug 1,541 Milliarden Euro und lag damit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,2 Prozent höher (erstes Halbjahr 2018: 1,508 Milliarden Euro). Gründe waren die Stärke des US-Dollars und eine starke Performance der Industrial Division, die mit einer schwächeren Performance der Steel Division einherging.
Das bereinigte EBITA stieg aufgrund der anhaltenden Realisierung von Synergien (10 Millionen Euro im ersten Halbjahr diesen Jahres) und der Stärke der Industrial Division um 12,3 Prozent auf 234 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2018: 209 Mio. Euro). Die bereinigte EBITA-Marge stieg im Einklang mit der Konzern-Strategie auf 15,2 Prozent (erstes Halbjahr 2018: 13,8 Prozent). Dem operativen Free Cashflow von 129 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2018: 136 Millionen Euro) infolge des Anstiegs des EBITA stand ein Working-Capital-Abfluss von 118 Mio. Euro gegenüber, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten. Die starke Finanzposition mit einer Nettoverschuldung von 1,1x EBITDA (GJ 2018: 1,2x) konnte nach abschließenden Zahlungen von 45 Millionen Euro für die Akquisition von Magnesita und 58 Millionen Euro im Zusammenhang mit den Anforderungen von IFRS 16 (Bilanzierung von Leasingverhältnissen) aufrechterhalten werden. Zudem kündigte das Unternehmen die Ausschüttung einer Zwischendividende von 0,50 Euro je Aktie an.

Hochfilzen „wichtiger Standort“
Hochfilzen genießt übrigens „einen hohen Stellenwert“ in der RHI, heißt es von Seiten des Konzerns gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger: „Es ist für uns ein wichtiger Standort in Europa.“ Vor Ort sind derzeit 92 Mitarbeiter beschäftigt, davon sechs Lehrlinge. KA/gale

Das Unternehmen RHI mit einem Standort in Hochfilzen legte die Ergebnisse für das erste Halbjahr dieses Jahres vor. Foto: RHI Magnesita

 
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