27.08.2017
News  
 

St. Johanner im Grenz-Einsatz

Seit vergangener Woche unterstützen 70 Soldaten die Polizei bei der Schleier­fahndung rund um die Grenzen zu Italien – 34 von ihnen kommen aus den Kasernen in St. Johann und Lienz.

St. Johann | Bereits vergangene Woche startete das Bundesheer seinen Assistenzeinsatz am Brenner – wenn auch nicht direkt an der Grenze. Auch Soldaten aus Tirol, darunter auch einige aus dem Bezirk Kitzbühel, sind abgestellt, wie Oberst Willi Tilg, Sprecher des Militärkommandos Tirol, bestätigt.

„Im Assistenzeinsatz sind seit vergangener Woche 70 Soldaten aus Tirol, davon kommen 34 Soldaten vom Jägerbataillon 24“, erklärt Tilg. Diese sind im Normalfall in den Kasernen von St. Johann und Lienz stationiert. Zwischen zehn und zwölf Soldaten sind in etwa aus St. Johann. „Es handelt sich dabei allerdings nicht um Rekruten“, betont Tilg. Es sind vor allem Unteroffiziere und sogenannte Chargen, zum Teil Berufssoldaten. Wie viele Soldaten bzw. Rekruten normalerweise in der Wintersteller-Kaserne stationiert sind, möchte Tilg nicht sagen, da die Anzahl immer wieder variiere.

Die Soldaten, auch jene aus St. Johann, wurden vergangene Woche in Innsbruck zusammengezogen. „Der Assistenzeinsatz läuft in enger Zusammenarbeit mit der Polizei“, betont Oberst Tilg. Ohne Panzer und ohne großen Aufmarsch der Soldaten läuft der Einsatz ab.

Nicht direkt an der Grenze

Stationiert sind diese übrigens nicht direkt am Brenner, das lassen die Schengen-Bestimmungen nicht zu. Intensive Kontrollen von Güterzügen, aber auch von Klein-Lkw‘s, Linienbussen und Lastwagen, bilden den Schwerpunkt des Einsatzes. Und nicht nur im Wipptal, sondern auch in Nauders, sind die Soldaten unterwegs, um die Polizei bei der Schleierfahndung nach illegalen Migranten zu unterstützen, wie Oberst Tilg betont. Zu größeren Behinderungen im Verkehr und für die Wirtschaft sollte es nicht kommen, so die Verantwortlichen. Margret Klausner

Bild: Auch Soldaten aus der Wintersteller-Kaserne sind zum Assistenzeinsatz rund um den Brenner abgestellt. Foto: Klausner

 
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