11.01.2019
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Sportler und Sportfunktionär

Trauer um geselligen Sportkameraden Karl Schwingenschlögl (66). Abschied von einem lebensfrohen, tüchtigen und geschätzten Kitzbüheler.

Kitzbühel |  Den „Karli“ oder „Schwingei“ kannten viele, obwohl er sich nie nach vorne gedrängt oder gar wichtig gemacht hat. Und wer ihn kannte, der schätzte seine frohe, offene Art und seine Einsatzfreude. Ungewöhnlich groß war die Zahl der Trauernden, die in der Kirche von ihm Abschied nahmen.  Man kann sich nicht vorstellen, dass dieser offene und geradlinige Mann jemanden zum Feind gehabt hätte. Frohe Zusammenkünfte befeuerte er mit dem Spruch, dass man nicht mehr so jung zusammenkommen werde und es also ratsam sei, sich der Zusammengehörigkeit zu freuen.

Mit fünf Jahren den Vater verloren

Das Leben meinte es zuerst nicht gut mit ihm. Er war der jüngere Sohn von Maria und Walter Schwingenschlögl in Kitzbühel. Der Vater hatte schon den Krieg mitgemacht und war in Salzburg bei der Berufsfeuerwehr, ehe er nach Kitzbühel zog, wo er bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim  Kolpingmännerchor bald Freunde fand. Das Ehepaar erwarb ein Grundstück am Bergwerksweg und begann mit dem Bau eines Hauses. Karli war fünf Jahre, als der Vater starb. Die tüchtige Mutter  setzte den Bau erfolgreich fort.
Zur Familie gehörten drei Buben aus der ersten Ehe der Mutter, die ihren Gatten im Krieg verloren hatte.

Beruflich erfolgreich…

Von den Eltern  übernahm Karl kein großes materielles Erbe, aber Mut, Energie und Zähigkeit. Er wurde Tischler wie der Vater, durch 30 Jahre blieb er als Vorarbeiter beim Lehrbetrieb, geschätzt wegen der Präzisionsarbeit und Einsatzfreude. Dann arbeitete  er zehn  Jahre als selbstständiger  Montagetischler. Der Arbeitstag endete nicht selten erst um 22 Uhr.

Karl Schwingenschlögl schuf durch seine beruflichen Leistungen eine solide wirtschaftliche Basis für die Familie, die er 1979 mit Gabi aus Mühlbach am Hochkönig gründete. Die Familie – drei Kinder, zwei Enkel – war bis zuletzt sein Ein und Alles. Von der Familie ist er in dem langem Leiden gepflegt worden, ehe er kurz vor Weihnachten friedlich eingeschlafen ist.

… und ein begeisterter Sportler

Karl Schwingenschlögl wird als Sportler und Sportfunktionär in  Erinnerung bleiben. Er  war ein  guter Fußballer, der auch in Mühlbach in der Kampfmannschaft stand, vor allem aber ein  überlegter Führer der Nachwuchsspieler.

Die meiste Freizeit verwendete er als Funktionär des Kitzbüheler Ski Clubs. Karl war 24 Jahre im erweiterten Vorstand, ÖSV- Kampfrichter, Abschnittsleiter auf der Rennstrecke Streif und Streckenchef am Ganslern, durch 15 Jahre auch Hüttenwart am Hahnenkamm. Der K.S.C. zeichnete ihn mit dem Ehrenzeichen in Gold aus.

Für weitere Sportaktivitäten schloss sich Schwingenschlögl dem SV Kitzsport an, arbeitete in verschiedenen Aufgaben und wirkte auch als Obmann. Der Verein ermöglichte auch Sport- und Gesellschaftsreisen, die Gabi und Karl Schwingenschlögl begeistert mitmachten.

Eine zuerst als unbedeutend eingestufte Sportverletzung führte zu einem langen Leiden und entriss den „Karli“ seiner Familie und seinen Freunden. H.W.

 
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