02.02.2018
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Spekulanten einbremsen

Auch in der St. Ulricher Gemeindestube läuten angesichts der steigenden Grundpreise die Alarm­glocken. Mit Raumordungs­verträgen soll dagegen angegangen werden.

St. Ulrich | In den vergangenen Jahren hat sich St. Ulrich immer mehr zum beliebten Wohnort gemausert – nicht nur Häuselbauer aus dem ganzen Bezirk haben Nuarach für sich entdeckt. Inzwischen ist der 1.800-Einwohner-Ort auch ein Eldorado für Zweitwohnsitze. Mit dieser Entwicklung gehen dann natürlich auch steigende Grundpreise einher. „Die Preise steigen inzwischen fast ins Ufer­lose“, weiß Vbgm. Christoph Würtl, der auch Obmann des Bauausschusses ist. Für Einheimische sei es immer schwieriger, in Gunstlagen bezahlbare Grundstücke zu bekommen.  

Diese Entwicklung lässt in der Gemeindestube die Alarmglocken schrillen. „Wir denken daran, auch bei uns Raumordnungsverträge einzuführen“, erklärt Würtl. Der Paragraf 33 in der Tiroler Gemeindeordnung bietet den Gemeinden die Möglichkeit, solche privatrechtlichen Verträge abzuschließen. Unter anderem beinhalten diese Verträge zum Beispiel die Verpflichtung, einen Hauptwohnsitz anzumelden, oder haben einen höchstzulässigen Verkaufspreis verankert. In vielen Gemeinden wird die Raum­ordnung inzwischen auch so gehandhabt. „Ich habe mich bereits erkundigt, wie dieser aussehen könnte. Wir brauchen einen Vertrag, der auch hieb- und stichfest ist. Das ist nicht so einfach, wie mir ein Jurist erklärte“, klärte Christoph Würtl auf. Der Gemeinderat kann sich einen solchen Vertrag gut vorstellen. mak

 
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