15.09.2016
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Spartaner eroberten Kitzbüheler Horn

Eine Schlammschlacht vom Feinsten lieferten sich die rund 7000 Teilnehmer auf Österreichs größtem Hindernislauf Parcours in Oberndorf. Zur Freude von Veranstalter Helge Lorenz hat sich die zweite Auflage des „Reebok Spartan Race“ zur teilnehmerstärksten Veranstaltung in Tirol gemausert. Das größte Lob kam vom ungekrönten König des Events, Robert Killian: „Es war einer meiner härtesten Spartan-Rennen überhaupt.“

Oberndorf | Auf dem Stöcklfeld in Oberndorf herrschte am Wochenende Volksfeststimmung – zwischen tausenden von „Dreckspatzen“ mischten sich tausende von Schlachtenbummler, die die Spartaner im Zielbereich anfeuerten. Die zweite Auflage des „Reebok Spartan Race“ war ein voller Erfolg und die Freude darüber war den Veranstaltern auch anzusehen. Schon wird in Oberndorf mit der Austragung einer Weltmeisterschaft geliebäugelt.

Drei verschiedene Rennen

Rund 7.000 Spartaner, darunter 400 Kinder und Jugendliche, traten während der zwei Tage in drei verschiedenen Bewerben an. Als Königsdisziplin galt auch in Oberndorf der „Beast“. Die Tschechin Zuzana Kocumova und der US-Amerikaner Robert Killian setzten sich auf dem 24,5 Kilometer langen und mit 45 Hindernissen gespickten Parcours, der die Spartaner rund um Oberndorf zwischen dem Kitzbüheler Horn, dem Steinbruch der Hart­steinwerke bis hinauf auf den Harschbichl führte, gegen die besten Hindernisläufer Europas durch. Die St. Johanner Lokalmatadorin Alexandra Hauser beendet das Rennen auf Rang fünf (4:35:43 Stunden).

Robert Killian der neben dem Beast-Rennen auch beim Spartan Sprint (5+ km) und dem Spartan Super (13+) an den Start ging und auch die Trifecta Oberndorf-Gesamtwertung gewann, zeigte sich begeistert. „Das war eines meiner härtesten Spartan-Rennen und der beste Test für die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Lake Tahoe/USA. Die europäischen Starter haben mir alles abverlangt. Ich bin sehr stolz auf diesen Sieg.“ Auch die tschechische Weltmeisterin Zuzana Kocumova jubelte: „Das war ein super Rennen und diese Region mit ihren steilen Anstiegen ist wie für ein Reebok Spartan Race gemacht.“

Sieg über sich selbst

Doch für alle Teilnehmer war das Erreichen des Ziels, bei welchem Bewerb auch immer,  ein Sieg über sich selbst – mussten sie doch nicht nur im Hartsteinwerk schwere Sandsäcke stemmen, über schmale Balken balancieren oder den Bergsee bei der Mittelstation durchschwimmen. Es ging überdies im Bichlach durch mooriges Gelände, außerdem war die Ache zu durchqueren. Im Zielbereich mussten die Spartaner – vor allem hier auch zur Begeisterung der vielen Zuschauer – noch einmal ihre Reserven mobilisieren, um Bretterwände zu überwinden, an Seilen hochzuklettern und unter Stacheldraht durch den Schlamm zu kriechen, um dann mit letzter Kraft über ein Lagerfeuer ins Ziel zu springen.

15.000 zusätzliche Nächtigungen

Vor allem der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Gernot Riedel, hatte allen Grund zum Strahlen: „Die Wertschöpfung für den Tourismus ist enorm, wir rechnen mit einer zusätzlichen Nächtigungszahl von bis zu 15.000 und einem beachtlichen Werbe­wert für die Region durch Social Media, Print und TV. Ein großer Dank gilt natürlich den vielen freiwilligen Helfern und Grundeigentümern. Nur durch deren Unterstützung ist dieser Event möglich.“

Da mit den Spartan-Race-Organisatoren ein Fünfjahresvertrag abgeschlossen wurde, werden natürlich auch nächstes Jahr die Spartaner Oberndorf wieder stürmen. Die genauen Ergebnisse sowie weitere Informationen sind auf www.spartanrace.at zu finden.
Margret Klaunser

 
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