28.12.2019
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Spargedanke im Vordergrund

Einstimmig beschloss der St. Johanner Gemeinderat den Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2020. Mit 39,5 Millionen Euro ist er um rund drei Millionen höher als jener für 2019.

St. Johann | Die Präsentation des Haushaltsvoranschlages für 2020 oblag in St. Johann auch heuer wieder Finanzverwalter Hans Hauser. Und nicht nur für ihn war die Erstellung „eine große Herausforderung“, wie er betonte. In ganz Österreich wurde das System in den Gemeinden auf einen „Drei-Komponenten-Haushalt“ umgestellt. Ordentlichen und Außerordentlichen Haushalt gibt es in diesem Sinne nicht mehr, es wird anders dargestellt.
Das Budget der Marktgemeinde beträgt für 2020 rund 39,5 Millionen Euro und ist damit um rund drei Millionen Euro höher als 2019.
Bei der Vorstellung des Budgets betonte Hans Hauser, dass auch heuer bei der Erstellung der Spargedanke im Vordergrund stand. Wenn auch einige anstehende Großprojekte darin verankert sind. Veranschlagt sind Einnahmen von rund 30,6 Millionen Euro und laufende Ausgaben von 24,9 Millionen Euro. Die Ein- und Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit, aus der Gewährung und Rückzahlung von Darlehen, gewährten Vorschüssen sowie aus Kapitaltransfers liegen bei 13,2 Millionen Euro.

Kommunalsteuern bei rund 4,5 Millionen Euro
Dass die Wirtschaft in der Marktgemeinde wächst und gedeiht zeigt sich auch an den Kommunalsteuern, die für das Jahr 2020 mit rund 4,5 Millionen Euro prognostiziert sind.Mit 143 Beschäftigten gehört die Gemeinde zu den großen Arbeitgebern, die Personalkosten liegen bei rund 6,1 Millionen Euro (plus 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).
Geprägt ist das Budget aber vor allem von den Großprojekten, die nächstes Jahr realisiert werden sollen. So sind für den Bau des Kinderbetreuungszentrums rund 4,5 Millionen Euro (Gesamtkosten 8,5 Millionen Euro) sowie für die Erweiterung des Bauhofes 2,5 Millionen Euro (Gesamtkosten 3,5 Millionen Euro) vorgesehen. Eine große Belastung ist auch der Neubau der Mühlbachbrücke mit 300.000 Euro sowie Kanalbau-Projekte, die mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Gemeinde muss dafür auch Darlehen aufnehmen. Der Schuldenstand steigt von 5,08 Millionen Euro im Vorjahr auf voraussichtlich 7,2 Millionen Euro an.
Finanzreferent Vize-Bgm. Georg Zimmermann zeigte sich in seiner Stellungnahme zufrieden mit den vorliegenden Zahlen. Lob für sein erstes Budget gab es für Bürgermeister Hubert Almberger. Dieser betonte, dass er sich bewusst sei, „dass wir hier schon von einem Haufen Geld sprechen.“ Er kritisierte die immer steigenden Transferzahlungen ans Land und die vielen Aufgaben, die den Gemeinden auferlegt werden. Als Beispiel führte er etwa die immer höher werdenden verpflichtenden Zahlungen an die Landeskrankenanstalten an. Positives Beispiel sei dafür das gut funktionierende Bezirksspital, das die Gemeinde finanziell bei weitem nicht so belastet.
Von den Mandataren wurde  das Budget positiv bewertet, nur vereinzelt wurden fehlende Posten kritisiert. Der Gemeinderat stimmte dem Voranschlag einstimmig zu. Laut den neuen Bestimmungen muss dieses jetzt übrigens auch auf der Homepage der Gemeinde (www.
st.johann.tirol) veröffentlicht werden. Margret Klausner

In der Gemeinde St. Johann stehen viele Projekte an. In der Gemeindestube laufen u.a. die Vorbereitungen für den Neubau des Kinderbetreuungszentrums sowie den  Umbau des Bauhofes auf Hochtouren. Foto: Klausner

 
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