06.09.2020
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Sorge um Zukunft der Bauern

Die Abwanderung von Bauern zu einer Molkerei in Piding lässt die Sorge um den Milchpreis wachsen. Milchsammlungen könnten unrentabel werden und daher den Preis weiter drücken.

Kitzbühel | Einige Bauern aus dem Bezirk lassen ihre Milch nun von einer bayrischen Molkerei aus Piding abholen. Sie erzielen bei den Nachbarn einen höheren Preis. „Zwei Bauern haben die Lieferungen nach Bayern schon begonnen und es gilt hier die unternehmerische Freiheit, der man auch Respekt zollen soll“, sagt Sebastian Hager, FPÖ-Landwirtschaftssprecher für den Bezirk Kitzbühel. Der pensionierte Lehrer an der LLA Weitau, der nun seinen Sohn in der Landwirtschaft unterstützt, sieht aber weitreichende Folgen für solche Abwanderungen. „Es schließen sich diesen nun weitere Bauern an, der höhere Preis im benachbarten Bayern rechtfertig auch diesen Schritt. Es werden dadurch Milchmengen an bestimmten Plätzen fehlen und das könnte die Abholung gefährden“, sagt Hager, der auch befürchtet, dass die Bauern künftig womöglich wieder selbst ihre Milch liefern müssen.

Hager stört sich auch daran, dass ein Funktionär der Bauernkammer nun nach Piding liefert. „Er hat sich kompetent und engagiert für die Bauern eingesetzt. Jetzt schaut er leider nur auf sein eigenes Wohl“, sagt Hager, der betont dass jeder Bauer einen höheren Milchpreis von Nöten hätte. Der Entstehungspreis für einen Liter Milch liegt bei 27 Cent, als Erzeugerpreis für hochwertige Milch werden 38 Cent bezahlt. Hager befürchtet, dass durch die Abwanderung zu der Molkerei nach Piding die kleinen Bauern auf der Strecke bleiben. Elisabeth M. Pöll

Bild: FPÖ-LAbg. Alexander Gamper mit FPÖ-Bezirkslandwirtschaftssprecher Sebastian Hager und NR Peter Schmiedlechner machen sich Sorgen um die Zukunft der Betriebe der Kleinbauern. Foto: Pöll

 
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