11.09.2017
News  
 

Soldatinnen für ein Wochenende

Bei harten Bedingungen rückten 33 Freiwillige aus ganz Österreich beim jüngsten „Girl‘s Camp“ des Bundesheeres im Truppenübungsplatz Hochfilzen ein. Ziel der Aktion ist es, Frauen für eine militärische Laufbahn zu begeistern.

Hochfilzen  | Ein Wochenende lang konnten die Teilnehmerinnen das Leben als Soldatin erproben: Bei verschiedensten Trainingsstationen, vom Abseilen, über den Dienst an der Waffe, bis hin zum Umgang mit den Tragtieren, und natürlich Training und Übernachtung im Feld. Der Zusammenhalt unter den Teilnehmerinnen intensivierte sich im Laufe des Camps zunehmend und die Berufssoldaten waren beeindruckt, wie kameradschaftlich sich die Mädchen bei der anspruchsvollen Schnupperausbildung gegenseitig unterstützten.

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Dauerregen machte das Camp zu einer echten Herausforderung, die die „Kurzzeit-Rekrutinnen“ aber hervorragend meisterten. Hauptmann Anton Arrer, Ausbildungsleiter des „Girls‘ Camps“ und Soldat beim neu aufgestellten Salzburger Jägerbataillon 8, zollte den Damen seine aufrichtige Anerkennung: „Ich war beeindruckt von der enormen Einsatzbereitschaft, den die Teilnehmerinnen trotz widrigster Witterungsbedingungen bis zum Ende gezeigt haben. Wir wollten den jungen Frauen keine Lagerfeuerromantik vermitteln, sondern haben ihnen gezielt eine große Bandbreite an militärischen Ausbildungsthemen näher gebracht. Ich denke, die jungen Frauen nehmen eine Vielzahl an Eindrücken und Erfahrungen mit nach Hause, die ihnen bei der Entscheidung helfen, ob der anspruchsvolle Beruf der Soldatin für sie das Richtige ist“, so der Offizier nach der letzten Station.

Das Österreichische Bundesheer habe den zwingenden Wunsch, den Frauenanteil in den Streitkräften zu erhöhen, ergänzt Arrer. Im Jahr 2016 startete das Heer die „Girl‘s Camps“, um auch abseits einer reinen Leistungsschau einen tieferen Einblick in den Alltag zu bieten.

Teilnehmerinnen von 17 bis 30 Jahren

In Hochfilzen waren Teilnehmerinnen von 17 bis 30 Jahren dabei. Die Motivationslage, sich für so ein Programm zu melden, ist ganz unterschiedlich.

„Ich war vor fünf Jahren schon beim Girl‘s Day des Bundesheeres dabei. Ich interessiere mich für Katastrophen- und Zivilschutz und die Nahkampf-Ausbildung“, schildert Michi aus Hochfilzen. Auch Melanie aus Kundl zeigte sich neugierig auf das Angebot: „Ich kann mir das sehr gut vorstellen“, sagt sie, „z.B. auch als Militärhunde-Führerin.“

Beide Camp Teilnehmerinnen sind gut im Training – ob im Boxen, Fitnesscenter oder Kampfsport.

Das Bundesheer steht Frauen seit bald 20 Jahren offen. Die Infrastruktur wurde entsprechend adaptiert, die Karrieremöglichkeiten, gerade für Frauen, sind vielfältig. Allfällige Fragen dazu beantworteten zwei Soldatinnen des Heerespersonalamtes, die ebenfalls beim „Girl‘s Day“ anwesend waren.
Elisabeth Galehr

 
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