28.01.2017
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Skifan erfolgreich reanimiert

Rund 25 Prozent weniger Einsätze registrierte das Rote Kreuz heuer bei den Hahnenkammrennen. Auch die Polizei bilanziert positiv: Die Sicherheitskonzepte im Zielraum sowie in der Fanzone in der Innenstadt haben voll gegriffen.

Kitzbühel | Sonnenschein, Traumkulisse und spannende Rennen – über 90.000 Skifans stürmten am Wochenende die Gamsstadt und feierten ein ausgelassenes Skifest. Einmal mehr haben sich die wochenlangen Vorbereitungen der Einsatzorganisatio­nen auf das Großereignis ausgezahlt. Das Wochenende verlief ruhig – die Bilanz der Einsatzleiter ist daher vorwiegend positiv.

Überschattet werden die guten Nachrichten von Seiten der Blaulichtorganisationen jedoch von einem tödlichen Zugunfall in Kitzbühel. Am Samstagabend bemerkte der Lokführer einen auf den Gleisen gehenden Mann. Trotz der sofort eingeleiteten Notbremsung wurde der 21-Jährige jedoch vom Zug erfasst und war sofort tot.

80 Versorgungen

Dafür gab es von Seiten der Berg­rettung einen erfreulichen Einsatz zu vermelden: „Wir konnten am Samstag während des Rennens einen etwa 50-jährigen Mann im Zielbereich erfolgreich reanimieren“, schildert Einsatzleiter Florian Haderer. Der Patient ist in die Klinik Innsbruck geflogen worden. „Soweit wir wissen ist sein Zustand stabil“, freut sich Haderer. Nicht nur Haderer zieht eine positive Bilanz, auch sein Kollege vom Roten Kreuz, Stefan Kappel, der sich mit Manfred Hechenberger die Einsatzleitung teilte, hat gute Nachrichten: „Es war trotz des Ansturms ruhiger, als in den vergangenen Jahren.“ Es wurde heuer in etwa ein Viertel weniger an Einsätzen registriert, als noch im Vorjahr. Insgesamt verzeichneten die rund 130 Sanitäterinnen und Sanitäter etwa 80 Versorgungen in den gesamten drei Tagen. „Geholfen hat hier sicher das schöne Wetter, es war nicht so rutschig“, erklärt Kappel. Auf der Versorgungsliste standen hauptsächlich kleinere Verletzungen, einige Skifans mussten wegen grippalen Infekten behandelt werden. „Es hat alles sehr gut geklappt“, freut sich der Rot-Kreuz-Beauftragte.

Gute Kommunikation

„Durchaus zufrieden“ zeigt sich auch der Einsatzleiter der Polizei, Martin Reisenzein, über den Ablauf der Großveranstaltung. „Die Sicherheitskonzepte für den Zielraum und auch in der Innenstadt haben sehr gut funktioniert und voll gegriffen. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Behörden und Institutionen hat wieder sehr gut geklappt“, betont der Polizeioffizier, der sich freut, „dass die Rückmeldungen auch über das Verkehrskonzept von Seiten der Bevölkerung, aber auch von Seiten meiner Kollegen, durchwegs positiv waren.“ Für die große Besucherzahl, die am Wochenende Kitzbühel gestürmt hatte, sei die Anzahl der angezeigten Delikte relativ gering. Während der drei Tage wurden 21 Diebstähle, sechs Körperverletzungen, zwei Pkw-Einbrüche sowie eine gefährliche Drohung angezeigt. Zehn Verkehrsunfälle mussten ebenfalls bearbeitet werden. „Was auch aufgefallen ist, war die gute Stimmung, auch der Polizei gegenüber“, erklärt Reisenzein. Es habe heuer keine Anzeige wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt gegeben, es seien sehr wenig aggressive Leute unterwegs gewesen. Fazit Reisenzeins: „Es ist im Gegensatz zu früher, sehr viel besser geworden.“ M. Klausner

 
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