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08.04.2019
News  
 

Sicherung des Köglerbaches

Das Großprojekt am Walsenbach geht in die finale Phase. Die Fertigstellung wird im Mai bzw. Juni erfolgen. Anschließend startet das Projekt am Köglerbach – hier wird das letzte unverbaute Teilstück gesichert. Die Kosten dafür teilen sich der Bund, das Land Tirol und die Stadtgemeinde Kitzbühel.

Kitzbühel | Durch die geografische Lage ist die Gamsstadt durch mehrere Bäche bedroht. Der Ehrenbach wurde bereits gezähmt, die Verbauung des Walsenbaches geht heuer in den Endphase. Nun folgt die Verbauung des letzten Stückes des Köglerbaches, wodurch alle Gerinne, die eine Gefahr für die Stadt darstellen, saniert wurden. „Die Wildbach- und Lawinenverbauung ist an die Stadt herangetreten und hat uns auf das Thema Köglerbach aufmerksam gemacht“, erzählte Bürgermeister Klaus Winkler bei der Gemeinderatssitzung am 25. März.

Beim Köglerbach handelt es sich im Stadtteil Zephirau nicht um ein unäuffälliges Gewässer. In dessen Einzugsgebiet befinden sich unter anderem 33 Einfamilienhäuser, sieben Mehrfamilienhäuser, vier Bürogebäude, zehn Nebengebäude sowie landwirtschaftliche Gebäude und Hallen sowie zwei Brücken und ein Golfplatz.

Finanzierung durch Bund, Land und Stadt

Die Gesamtkosten für das Projekt „Köglerbach“ werden mit einer Million Euro Brutto beziffert. Davon übernimmt der Bund einen Anteil von 55 Prozent, das Land Tirol 18 Prozent, die Landesstraßenverwaltung fünf Prozent und die Stadtgemeinde Kitzbühel hat einen Teil von 22 Prozent zu tragen. „Geplant ist das Projekt auf zwei Jahre, damit würden für die Stadtgemeinde Kitzbühel Kosten in Höhe von 110.000 Euro pro Jahr entstehen. Im ersten Jahr werden wir diese mit dem Jahresüberschuss decken, im nächsten Jahr nehmen wir diese Ausgaben ins Budget auf“, erklärt Winkler.

Konsolidierungssperren werden errichtet

Bei der Gemeinderatssitzung gab Markus Rettenwander, Leiter der Abteilung Tiefbau bei der Stadtgemeinde, einen Einblick in das Bauvorhaben.

Der Köglerbach wurde bereits in den 1960er und 1980er Jahren verbaut bzw. mit zwei Retentionsbecken der Ortsteil Zephirau zusätzlich geschützt.  Nun wird das letzte Teilstück mit einer Länge von 5,5 Kilometern inklusive der Seitengräben gesichert. „Es besteht das Problem, dass das Geschiebe hinten bleibt, das wiederum eine Tiefen­erosion zur Folge hat“, erklärte Rettenwander. Das Bachbett verschlechtert sich, die Böschung rutscht ab und der Bach kann sich in Folge verlegen. „Das Bachbett hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert“, erklärt Rettenwander.

Geplant ist beim Projekt Köglerbach unterhalb des kleinen  Retentionsbeckens sechs Konsolidierungssperren – ähnlich jenen Sperren, die am Walsenbach errichtet wurden – zu errichten. „Mit diesen sechs Sperren sollte der Schutz wieder gewährleistet sein“, sagt Markus Rettenwander.

Voraussichtlicher Baustart im Herbst

Bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, gilt es noch die Wasserrechtliche Bewilligung einzuholen und es sind auch noch Gespräche und Verhandlungen mit Grundeigentümern notwendig. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung ist ein Beginn der Arbeiten am Köglerbach nach dem Abschluss des Projektes Walsenbach geplant. Das Projekt am Walsenbach wird mit Mai/Juni fertiggestellt sein.

Die Bauzeit für das Projekt Köglerbach wird mit zwei Jahren definiert, mit der Fertigstellung ist im Jahr 2020 zu rechnen. Elisabeth M. Pöll

Bild: Der Köglerbach wird auf einer Länge von 5,5 Kilometern gesichert. Visualisierung: WLV

 
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