25.04.2017
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Schneedepot ist genehmigt

Nach langem Hin und Her haben nicht nur die Behörden das Schneedepot genehmigt – auch die Gemeinde Kössen hat nach anfänglicher Skepsis der Finanzierung zugestimmt.  

Kössen| „Ende gut, alles gut“ – Gerd Erharter, Obmann des Tourismusverbandes Kaiserwinkl, ist froh, dass es nach langem Hin und Her jetzt doch noch gelungen ist, alle Genehmigungen für das angelegte Schneedepot in Walchsee zu bekommen. Wie berichtet, haben sich die Touristiker im Kaiserwinkl dazu entschlossen, es ebenfalls mit dem sogenannten „Snowfarming“ zu probieren. Dafür wurde in einer ehemaligen Schottergrube ein 4.500 Quadratmeter großes Grundstück angemietet, zwei Schneekanonen aufgestellt und damit Schnee produziert. Das Weiße Gold – gut unter Hackschnitzeln und Spezialfolien verpackt – wird so den Sommer über konserviert. „Es ist uns wichtig, dass wir Anfang Dezember den Langläufern eine kleine Loipe zur Verfügung stellen können, auch wenn es nicht schneit“, begründet Erharter.

Künstlich beschneit werden die Loipen im Kaiserwinkl ja schon seit einigen Jahren, das Schneedepot wurde heuer jedoch erstmals angelegt. Das Projekt wäre allerdings beinahe gescheitert, denn es fehlte die naturschutzrechtliche Genehmigung, die beim ersten Anlauf von der Behörde abgelehnt wurde. Inzwischen allerdings liegt diese vor, wie Walchsees Bürgermeister Dieter Wittlinger informiert.

Kritik am Konzept

Schwieriger war es allerdings, den Kössener Gemeinderat zu überzeugen. Bei der Sitzung Anfang März hatten die Manda­tare den notwendigen Zuschuss noch abgelehnt. Ein Teil des Gemeinderates kritisierte damals die schlechte Vorbereitung. Das Konzept sei nicht ausgereift, hieß es. Zur Freude von Gerd Erharter sind jetzt alle Unklarheiten beseitigt worden, die Kössener gaben Grünes Licht. Mit rund 18.000 Euro schlägt sich das Projekt zu Buche.

„Dass sich die Beschneiung auszahlt, haben wir ja im Winter gesehen. Wir konnten den Lang­läufern immerhin vom 15. Dezember bis 15. März eine Loipe zur Verfügung stellen“, freut sich Erharter. Damit sei es auch gelungen, die letzten Skeptiker zu überzeugen. Jetzt hoffen die Touristiker nur noch, dass die 2.500 Kubikmeter den Sommer gut überstehen. Margret Klausner

Bild: 2500 Kubikmeter Schnee liegen unter Hackschnitzeln, sind mit Folien abgedeckt und werden über den Sommer konserviert. Foto: TVB Kaiserwinkl

 
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