25.11.2016
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Schaurig schönes Brauchtum

Wer hat Angst vorm Krampus? Der Krampus gehört, wie der Nikolaus, zur Vorweihnachtszeit. Wie sich das Brauchtum rund um den  Krampus und andere dunkle Gesellen sich im Laufe der Zeit veränderte, zeigt die neueste Sonderausstellung im Museum Kitzbühel.

Kitzbühel | Er steckt die schlimmen Kinder in seinen Sack oder Korb. Viele kennen den Krampus als Schreckensgestalt aus der Kindheit. Zusammen mit dem gütigen Nikolaus zieht er von Haus zu Haus. Das Brauchtum rund um den dunklen Gesellen im Spiegel der Zeit beleuchtet nun das Museum Kitzbühel in seiner aktuellen Sonderausstellung, die von Bürgermeister Klaus Winkler eröffnet wurde.

Masken, Figuren und Grußkarten

Museumsdirektor Wido Sieberer und sein Team stellten unter dem Motto „Gruß vom Krampus“ eine schaurig schöne Ausstellung zusammen. Neben Masken und Figuren aus verschiedenen Epochen bilden die heute leider in Vergessenheit geratenen Krampuskarten einen großen Teil der Ausstellung. Sammler und Krampus-Liebhaber August Wachter stellte die Grußkarten aus seiner umfangreichen Sammlung zur Verfügung. „Die Postkarten ziehen sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Wir haben rund 250 davon ausgestellt“, erklärt Museumsdirektor Wido Sieberer. Jede Grußkarte ist einzigartig, so reicht das Spektrum von kuriosen, über erschreckende, bis hin zu erotischen Darstellungen.

Beeindruckende Stücke sind auch von Kunsthistoriker Johann Baumgartner zu sehen, der eine der größten privaten Sammlungen von Perchtenlarven und Teufelsmasken besitzt. Es werden Masken ab dem 18. Jahrhundert gezeigt.

Das Brauchtum von den Anfängen bis heute

Den Bogen in die Gegenwart spannt die Ausstellung mit dem heimischen Maskenkünstler Christoph Rieser, der mit seinen Kreationen bei den heutigen Krampusläufen für Begeisterung sorgt.

Nicht nur bei den Kindern für glänzende Augen sorgte der Besuch des Nikolaus im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Sein  Begleiter, ein weißer Krampus, war angesichts der Hommage an seine Zunft übrigens auch ganz handzahm.

Die Sonderausstellung „Gruß vom Krampus“ ist noch bis 8. Jänner geöffnet. Bis 8. Dezember werden jeden Donnerstag um 18 Uhr Führungen durch die Ausstellung mit anschließendem Besuch des Krampus-Museums beim Eisstadion angeboten (Dauer ca. 75 min).
Johanna Monitzer

Bild: Auch der Nikolaus ließ sich die Ausstellungseröffnung nicht entgehen und brachte für Rosa und Johann Baumgartner, Christoph Rieser, Petra Gröbner, August Wachter sowie Museumsdirektor Wido Sieberer (v. li.) Geschenke. Foto: Monitzer

 
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