01.05.2017
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Saukasergraben wird gezähmt

Bis 2020 soll der Saukasergraben komplett verbaut sein. Neben diesem Großprojekt beschäftigt die Gemeinde vor allem das Thema Wohnen.

Jochberg | „Jetzt ist alles auf Schiene. Alle Grundstückbesitzer haben uns ihre Zusage gegeben“, freute sich Bürgermeister Günter Resch (FPÖ) bei seiner ersten öffentlichen Gemeindeversammlung am vergangenen Dienstagabend. Die Verbauung des Saukasergrabens wurde schon von seinem Vorgänger Heinz Leitner  (SPÖ) vorangetrieben. Nun sind die Bagger aufgefahren. Bis 2020 sollen die rund 5 Kilometer langen Gerinne, die ein Einzugsgebiet von 20,8 Quadratkilometer umfassen, vor Katastrophen gefeit sein. „Wer sich auskennt, weiß, dass wir bei jedem Unwetter Angst haben müssen“, erzählt Bgm. Resch.

Saukasergraben wird um 4,5 Mio. Euro verbaut

Die Gesamtkosten der Verbauung belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro – wobei der Bund mit 58 Prozent den größten Anteil davon stemmt, mit jeweils 20 Prozent beteiligen sich das Land Tirol und die Gemeinde Jochberg an den Kosten, zwei Prozent übernimmt die TAL. „Im Budget haben wir nun jedes Jahr bis zu 250.000 Euro für die Verbauung reserviert. Es ist nicht einfach für eine kleine Gemeinde wie uns, das zu stemmen – aber es ist machbar“, veranschaulicht Resch.

Innovative Wohnanlage und neuer Parkplatz

Ein weiteres Großprojekt ist die Errichtung des „Waagstätt Generationentreffs“, wo Jung und Alt unter einem Dach leben werden. Wie der Kitzbüheler Anzeiger bereits berichtet, baut der gemeinnützige Wohnbauträger, Neue Heimat Tirol, dieses innovative Wohnprojekt. In der Anlage wird auch eine Kinderbetreuung für Kinder im Alter von 1/2 bis zu 3 Jahren und ein Hort angesiedelt. Ein betreuter Mittagstisch sowie eine Nachmittagsbetreuung sollen ebenfalls angeboten werden.

Neue Parkplätze entstehen

Im Zuge der Bauarbeiten wird die Straßensituation im Bereich der Schule/Kultursaal verbessert sowie ein neuer Parkplatz geschaffen. „Durch einen Grundstücksankauf wird die Errichtung von 50 Parkplätzen neben dem Kultursaal ermöglicht“, berichtet Viz-Bgm. August Bachler (FPÖ), der den dafür zuständigen Ausschuss leitet. Die komplette Anlage samt neuer Infrastruktur soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

Erschließung Siedlungsprojekt „Riesern“

Langsamer voran geht es beim Einheimischen-Siedlungsprojekt „Riesern“. Noch unter Bürgermeister Heinz Leitner ist es der Gemeindeführung gelungen, rund drei Hektar Grund über den Bodenfond anzukaufen. Auf der Sonnenseite von Jochberg soll ein neues Siedlungsgebiet mit Baugrundstücken, aber womöglich auch Wohnanlagen entstehen. „Wir sind gerade dabei, die Kosten für die Erschließung zu erheben“, berichtet Bachler. Für das Siedlungsgebiet wird eine neue Zufahrtsstraße benötigt. In der Fortschreibung des örtlichen Raumordungskonzeptes, welches derzeit zur Begutachtung beim Land Tirol liegt, wie Bürgermeister Resch informiert, ist das Siedlungsgebiet bereits verankert.

Das Thema Wohnraumschaffung steht in Jochberg weit oben auf der Prioritätenliste. Ein eigener Masterplan soll entwickelt werden, um die Abwanderung der Jungen zu verhindern und den Zuzug zu forcieren. „Die Alterspyramide in Jochberg zeichnet ein klares Bild. Wenn wir es nicht schaffen, die Abwanderung zu vermindern und den Zuzug zu forcieren, stehen wir vor einem Dilemma“, erklärt Bürgermeister Resch.

Die Finanzlage zeichnet ein solides Bild

Bei den Gemeindefinanzen ortet der Dorfchef aber kein Dilemma. Das Jahr 2016 konnte die Gemeinde mit einem Überschuss von 148.779,62 Euro beenden. Der Schuldenstand der Gemeinde Jochberg beläuft sich auf 809.900 Euro, wobei 565.300 Euro davon rückvergütet werden. Der Rest betrifft die Finanzierung für Kanalbauten. „Finanziell geht es uns gut, wir brauchen nicht jammern“, betont Resch.

Budget über 4 Mio. Euro veranschlagt

Im heurigen Jahr hat die Gemeinde mit 4,183 Millionen Euro ein so hohes Budget, wie noch nie zuvor. „Wir haben die 4-Mio-Euro-Grenze gesprengt“, veranschaulicht der Bürgermeister.  Johanna Monitzer

Bild: Mit dem Beginn der Verbauung des Saukasergrabens wurde ein Großprojekt in Jochberg gestartet. Foto: Gemeinde Jochberg

 
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