26.05.2020
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Rückblick auf die „goldene Phase“

Das AMS veröffentlichte vor Kurzem den Geschäftsbericht des Jahres 2019. Im abgelaufenen Jahr waren im Bezirk 27.072 Personen in unselbständiger Beschäftigung.

Kitzbühel, Innsbruck | In nur wenigen Monaten hat sich die Lage am Arbeitsmarkt dramatisch gewandelt. Die aktuellen Daten des Arbeitsmarktes im Bezirk sind wie berichtet erschütternd. Dennoch lohnt sich auch ein Blick auf das abgelaufene Jahr. Das AMS Tirol hat vor Kurzem seinen Geschäftsbericht veröffentlicht. „Die vergangenen fünf Jahre und speziell das Jahr 2019 werden in Zukunft vielleicht als die goldenen und stabilsten Phasen unseres Arbeitsmarkts bezeichnet werden“, schickt Landes-GF Anton Kern dabei voraus. Das abgelaufene Jahr war von annähernder Vollbeschäftigung gekennzeichnet. Kern hält weiter fest: „Die Kehrseite der Vollbeschäftigung waren jedoch ein bereits starker Fachkräfte- und Arbeitskräftebedarf sowie ein Fachkräftemangel in wichtigen Branchen wie in den Gesundheits- und Pflegeberufen, im Gastgewerbe oder eben auch innerhalb der Tiroler Industrie. Ansonsten war die Arbeit des AMS geprägt von der fortschreitenden Digitalisierung – sowohl was den Kundenverkehr, als auch die internen Abläufe betrifft.

Tirolweit über 46.000 Stellen besetzt
Die Zahlen des vergangenen Jahres zeugen von einer regen Tätigkeit: 422 AMS-Mitarbeiter betreuten 73.508 arbeitssuchende Menschen in den neun Tiroler Geschäftsstellen. Mithilfe des Service für Unternehmen des AMS Tirol konnten 46.683 offene Stellen besetzt werden. Im Jahr 2019 wurden dem AMS Tirol 3.935 freie Lehrstellen gemeldet. 40.350 Menschen besuchten ein BerufsInfoZentrum (BIZ). Im Ausländerfachzentrum des AMS Tirol wurden 10.426 Geschäftsfälle für die Berechtigung ausländischer Arbeitskräfte bearbeitet. Die AMS Tirol-ServiceLine nahm 293.136 Anrufe an. 86,12 Prozent der Anfragen konnten sofort erledigt werden. Die stolze Summe von 45,8 Millionen Euro wurden in arbeitsmarktpolitische Förderungen investiert. 236,6 Millionen Euro an Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung wurden im Jahr 2019 im AMS Tirol bemessen und angewiesen. Im Österreichvergleich konnte Tirol auch im Jahr 2019 wieder die niedrigste Arbeitslosenquote mit 4,5 Prozent (Österreich 7,4 Prozent) vorweisen.

Im Bezirk Kitzbühel wurden im Jahr 2019 27.072 unselbständig Beschäftigte registriert. Das verdeutlicht die stärkere Nachfrage – die Zahl der Beschäftigten stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,9 Prozent an.  Die Arbeitslosenquote 2019 betrug 4,5 Prozent, was einem Rückgang gegenüber 2018 von o,1 Prozent entspricht. Dem AMS Kitzbühel wurden im abgelaufenen Jahr 100 Lehrstellen gemeldet, demgegenüber stehen 13 Lehrstellensuchende. Diese Zahl ist im Vergleich zum davorliegenden Zeitraum nur leicht gestiegen.  Im Jahresschnitt waren 1.265 Personen ohne Beschäftigung, um 0,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Durchschnittsbestand der sofort verfügbaren, offenen Stellen betrug im Bezirk 597. Elisabeth Galehr/KA

Die Arbeitslosenquote im Bezirk betrug 2019 4,5 Prozent. Symbolfoto: Galehr

 
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