30.10.2016
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Robert Moser neuer Präsident

Umfangreich war die Bilanz, die Dr. Reinhard Neumayr in den 12 Jahren seiner Präsidentschaft präsentieren konnte bevor er das Amt an seinen Nachfolger, Dr. Robert Moser aus Kitzbühel, übergab.

Innsbruck, Kitzbühel | Eine Ära ging vergangene Woche bei den Neuwahlen zu Ende, das Rote Kreuz in Tirol startet nun in eine neue: Zum Nachfolger von Dr. Reinhard Neumayr wurde Dr. Robert Moser gewählt. Der Psychologe und Unternehmensberater ist seit Jahren in der Kummernummer aktiv und wird mit seinem Team in den nächsten vier Jahren das Rote Kreuz in Tirol führen.

„Zum Roten Kreuz bin ich über die Mitarbeit bei der Kummernummer gekommen. In dieser vom Roten Kreuz initiierten Beratung habe ich entdeckt, wie wichtig es für viele Menschen ist, dass wer da ist, der ihnen zuhört und auf ihre Probleme eingeht,“ erzählt Moser seinen ersten Kontakt mit dem Roten Kreuz. Das ist auch sein persönlicher Zugang zur Präsidentschaft. „Mir ist es wichtig, dass ich in dieser Funktion Menschen, die aus irgendwelchen Gründen in Not geraten sind, besser helfen kann.“

Robert Moser ist Quereinsteiger. Der gebürtige Lienzer war lange im Vorstand der Sparkasse Kitzbühel. Als Betriebswirt und Psychologe deckt er sowohl die Sichtweise für wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Veränderungen ab. Wichtig ist für den Strategen genau diese Parameter zu beobachten, um wahrzunehmen, welche Auswirkungen sie auf die Organisation Rotes Kreuz künftig haben könnten, welche Chancen sie bieten und wie man sich strategisch danach auszurichten hat.

Dachverband für Bezirksstellen

Das Rote Kreuz Tirol ist ein Dachverband für 11 selbstständig geführte Bezirksstellen und dient auch als Verbindung zum Roten Kreuz Österreich. Der Landesverband repräsentiert nach außen und dient als Servicestelle für die Bezirke.

Auf die Frage, was denn sein ganz persönliches Ziel in der neuen Funktion sei, antwortet Robert Moser: „In einem mehrmonatigen  Praktikum in einer psychiatrischen Abteilung habe ich gesehen, dass Menschen, wenn sie entlassen werden, oft keine langfristigen psychotherapeutischen Prozesse angeboten bekommen und damit sehr schnell wieder stationär behandelt werden müssen. Es ist mir daher ein sehr großes Anliegen, in diesen Bereichen entsprechende Wege zu finden.“

Diese Betreuung ist für Moser insbesondere da wichtig, wo es gilt, betroffene Menschen durch Stärkung der psychischen Gesundheit wieder „ins soziale Leben zurückzuholen“.

In seiner Antrittsrede bat Robert Moser um aktive Mitgestaltung und schloß mit den Worten: „Wer sich schnelle Veränderungen erwartet, den muss ich enttäuschen. Organisationsentwicklung ist ein Prozess und keine Explosion.“

Das Rote Kreuz bietet unter anderem viele Gesundheits- und Soziale Dienste, wie „Tafel“, „Kleiderladen“, „Menüservice“, „Fahrdienste“ etc. Auch dieses Angebot soll im Rahmen der Möglichkeiten in Zukunft ausgebaut werden. ph

Bild: Im Rahmen der Generalversammlung des Roten Kreuzes in Innsbruck übergab der langjährige Präsident Reinhard Neumayr sein Amt an den Kitzbüheler Robert Moser. Foto: Rotes Kreuz

 
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