30.06.2017
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Rekordjagd beim Hitze-Marathon

Schwüle 30 Grad in den Anstiegen hinauf auf Chor­alpe und Mausefalle, dazu staubtrockene Abfahrten – die 22. Auflage des KitzAlpBike Marathons hatte es wieder in sich: 950 Starter stellten sich der Hitzeschlacht in den Kitzbüheler Alpen, aber nur einem Mann schienen die Temperaturen rein gar nichts anzuhaben.

Brixental | Der Italiener Tony Longo setzte mit einer Zeit von 4:19,42,8 Stunden neue Maßstäbe beim KitzAlpBike. Der Kletterspezialist unterbot die Rekordzeit über die Ultra-Distanz um elf Minuten und musste im Ziel lange auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen Massimo Debertolis warten – sehr lange: Fast 20 Minuten nach dem Italiener erreichte der Marathon-Weltmeister von 2004 das Ziel: „Der KitzAlpBike ist ein Rennen, das mir mit seinen langen, harten Anstiegen sehr gut liegt. Ich liebe diesen Kurs und die Hitze“, erklärte der Kletterspezialist. Mit Rang drei konnte Wolfgang Krenn, Führender der österreichischen Marathonwertung, seine Podestserie fortsetzen und wurde stärkster Österreicher: „Ich bin hochzufrieden, habe noch hart um Rang zwei gekämpft, aber im letzten Anstieg mein Tempo fahren und Massimo ziehen lassen müssen. Das Tempo war heute von Beginn an wahnsinnig hoch“, so der Steirer.

Emotionaler Sieg für Marathon-Staatsmeisterin

Bei den Damen feierte die frischgebackene Marathon-Staatsmeisterin Angelika Tazreiter einen emotionalen Sieg: „Der KitzAlpBike war vor zwei Jahren auch das letzte Rennen vor meiner Verletzung. Umso schöner ist dieser Sieg heute für mich.“ Wie schon ihr Pendant bei den Herren fuhr auch die Niederösterreicherin ein einsames Rennen, setzte sich letztlich im Ziel mit einem Vorsprung von über einer Stunde auf die Zweitplatzierte Jana Zieschank und Gloria Hänsel durch.

Tausende Zuschauer entlang der Strecke

Erstmals säumten tausende Zuschauer die Hot Spots Hahnenkamm und Choralpe und sorgten so für das unvergleichliche KitzAlpBike-Feeling: „Was die Teilnehmerzahl angeht, konnten wir unseren Rekord aus dem Vorjahr halten, das macht uns sehr stolz. Besonders freuen wir uns aber auch über die Zuschauerentwicklung entlang der Strecke, denn sie alle sorgen dafür, dass das Rennen für die Fahrer zum unvergesslichen Erlebnis wird“, erklärt Organisationschef Max Salcher.

Locals siegten beim HillClimb

Hunderte Zuschauer entlang der Strecke und im Start- und Zielbereich bejubelten den Sieg des starken Lokalmatadors Max Foidl. Österreichs hoffnungsvollster Cross Country-Nachwuchsfahrer konnte sich schon früh im Rennen absetzen und feierte in souveräner Manier und als erster Fahrer überhaupt das HillClimb-Double. „Es war anders als im letzten Jahr. Heuer habe ich von Beginn an meinen Rhythmus fahren können und mich schon früh im Rennverlauf absetzen können. Es ist nicht wirklich leichter, wenn man ab der Hälfte des Rennens sein Tempo alleine durchziehen muss. Dass ich der erste Fahrer bin, dem es gelungen ist, das Double zu holen, ist natürlich toll“, erklärt Max Foidl.

Nadja Prieling siegte bei den Damen

Bei den Damen jubelte Nadja Prieling aus Reith über ihren ersten HillClimb-Sieg: „Es ist überraschend gut gelaufen. Ich habe mich gut überwinden können, aber die letzten Meter waren schon zäh. Dass es für einen Sieg reicht, ist natürlich genial.“

Die zehnte Auflage des HillClimbs Brixen lässt auch die Veranstalter jubeln, Organisator Kurt Tropper: „Wir hatten wieder ein topbesetztes Starterfeld vor Ort und freuen uns natürlich auch über die enorm gestiegene Zuschauerzahl entlang der Strecke und im Zielbereich. Was den HillClimb so besonders macht, ist die Mischung aus den vielen Hobbyfahrern, den Local-Heroes, aber auch den Elitefahrern. Wir sind stolz auf die Entwicklung, die der HillClimb genommen hat.“ Foto: Adelsberger - Start Marathon Extreme und Ultra

 
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