16.09.2016
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Reith plagen Verkehrssorgen

Ing. Josef Saxer vom Amt der Tiroler Landesregierung steht den Bürgern heute, Freitag, 16. September, Rede und Antwort. Tempolimit und Überholverbot wird geprüft.

Reith | Die Reither Gemeindeführung setzt nun auf umfangreiche Informationen aus erster Hand. Heute, Freitag, 16. September, wird Ing. Josef Saxer vom Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Verkehr und Straße, die Bürger im Kulturhaus um 19.30 Uhr über den geplanten Neubau der Kohlhoferbrücke informieren sowie für eine Diskussion bereit stehen.

Seit über einem Jahr sorgen die Pläne des Landes, die einspurige Holzbrücke zu einer den heutigen Straßenrichtlinien entsprechenden zweispurigen Brücke auszubauen, für Gesprächsstoff und Kritik. Einer der prominentesten Gegner des Vorhabens ist GR Florian Pointner (Grüne). Es war auch eines seiner Hauptwahlkampfthemen bei den Gemeinderatswahlen. „Ich bin nach wie vor gegen einen Neubau der Brücke in dieser Größe, weil wir damit dem Transitverkehr Tür und Tor öffnen“, machte Pointner seinen Standpunkt auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montagabend noch einmal klar.

Der Gemeinderat sprach sich 2012 für einen Neubau der Brücke aus. „Keiner möchte mehr Verkehr in Reith haben. Wir müssen aber für Sicherheit sorgen und die Holzbrücke muss über kurz oder lang neu gebaut werden“, erklärt Bürgermeister Stefan Jöchl. Auch das Land Tirol verweist auf die jährlichen Meldungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, die die Kohlhoferbrücke als unnötig große Gefahrenstelle einstufen. Besonders Motorradfahrer kommen oft zu Sturz. Auch seien die ständigen Sanierungen der Brücke auf Dauer nicht mehr tragbar.

Keine Volksbefragung möglich

Wie der Kitzbüheler Anzeiger berichtete forderte GR Pointner vor Kurzem auch eine Volksbefragung zum Neubau der Brücke. Hierfür gibt es jedoch nun einen Absage aus dem Gemeindeamt. „Eine Volksbefragung kann man nur über etwas machen, das im Wirkungskreis der Gemeinde liegt“, erklärt Amtsleiter Alexander Weitlaner. Der Brückenneubau auf der Landesstraße befindet sich im Verantwortungsbereich des Landes. „Da nicht die Gemeinde, sondern das Land Tirol für die Brücke verantwortlich ist, kann keine Volksbefragung gemacht werden“, so Weitlaner. Den Sinn einer Volksbefragung hinterfragt Bürgermeister Jöchl. „Die Brücke soll nach den geltenden Straßenrichtlinien neu gebaut werden. Wir können nicht über bestehenden Gesetze abstimmen“, so Jöchl.

80er-Beschränkung und Überholverbot

Während die Zukunft der Kohlhoferbrücke immer noch heiß diskutiert wird, arbeitet die Gemeindeführung bereits an anderen Maßnahmen. In der jüngsten Sitzung wurde das Haller Verkehrsbüro Huter damit beauftragt. eine Studie zu einer 80er-Beschränkung sowie eines Überholverbotes im Bereich „Bodner Au“ (lange gerade Straße hinter der Kohlhoferbrücke) zu erstellen. „Wenn die Gutachten positiv ausfallen, können wir damit einen Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft auf Verordnung einbringen“, erklärt der Bürgermeister. Damit wäre den Rasern zumindest ein wenig Einhalt geboten.
Johanna Monitzer

 
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