20.08.2020
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Regionalität wird mehr nachgefragt

Die Regionalentwicklung regio3 unterstützt die Anzeiger und Impalawolfmitbiss-Kampagne „Wir(t)schaffen es!“. GF Stefan Niedermoser und Obmann Sebastian Eder über die verschiedenen Aspekte der Corona-Krise.

Warum unterstützen Sie die Initiative „Wir(t)schaffenes“?
Im LEADER-Regionalmanagement geht es darum, regionale Ideen zu unterstützen, welche einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in unserer Region leisten. Die Erhöhung der Wertschöpfung bei regionalen Händlern und Dienstleistern ist ein ebenso wichtiges Element. Deshalb hat sich unser Gremium dazu entschlossen, das Projekt mit Fördermitteln aus unserem regionalen Budget zu unterstützen und übernimmt 40% der Kosten.

Warum ist das Einkaufen vor Ort so wichtig?
In einem vorangegangenen Projekt, welches wir als Regionalmanagement im Bezirk durchgeführt haben, ging es darum, die Wertschöpfung der einzelnen Orte und Sparten zu durchleuchten. Viel Wertschöpfung geht bereits verloren. Neben Arbeitsplätzen, Fachberatungen, Vereinssponsorings und mehr gäbe es auch nicht so ein gutes infrastrukturelles Angebot und schöne Ortszentren in unserer Region.

Hat die Krise Ihrer Meinung nach zu einem bewussteren Konsumieren beigetragen?
Kurzfristig bestimmt. Wir sehen dies auch an anderen Projekten, dass hier Regionalität mehr nachgefragt wird. Ob dies auch längerfristig der Fall sein wird, wird sich zeigen. Aber es war schon erstaunlich, wie viele Geschäftstreibende sehr rasch auf die geänderten Bedingungen reagiert haben und dem Kunden ein tolles Angebot geliefert haben.

Welche positiven Auswirkungen kann die Initiative auf die Wirtschaftstreibenden und die Menschen im Bezirk haben?
Ich hoffe, dass durch die Initiative vielen wieder bewusst wird, was man alles in unserer Region bekommt und den dazugehörigen Service und die täglichen Anstrengungen der Wirtschaftstreibenden schätzt. Die Tiroler sind grundsätzlich ihrem Land gegenüber patriotisch, das können wir auch der Wirtschaft gegenüber zeigen und profitieren zudem indirekt wiederum davon.

Sind das Wir-Gefühl und die Solidarität untereinander in den letzten Monaten stärker geworden?
Auf alle Fälle haben sich in verschiedensten Bereichen wirtschaftliche und soziale Solidarität verstärkt gezeigt. Nicht nur innerhalb der Bevölkerung, sondern auch zum Beispiel zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Diese Solidarität soll aber nicht in Protektionismus ausschlagen. Wir können stolz sein, was wir regional alles leisten, aber auch dankbar gegenüber all jenen, welche Produkte, Waren und Dienstleistungen herstellen, welche wir nicht haben.

Foto: Regio3-Obmann Sebastian Eder (l.) und GF Stefan Niedermoser kürten am Montag die Gewinner. Foto: Galehr

 
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