09.11.2017
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Regionalität, Umwelt & Identität

Am 20. Oktober wurden drei der fünf Kernthemen des Projektes „Lebensqualität am Wilden Kaiser“ in motivierten Arbeitskreisen detaillierter erörtert. In dieser Runde sollten erste konkrete Maßnahmen und Strukturen entwickelt werden und zwar in den Bereichen „Nachhaltiger Qualitätstourismus durch Stärkung regionaler Kooperationen“, „Sensibilisierung für die intakte Umwelt und unsere Ressourcen“ sowie „Die Identität der Region gemeinsam im dauerhaften Dialog gestalten.“

Sölllandl | In drei Arbeitskreisen, erneut geleitet von Kristina Sommerauer und Johann Madreiter, diskutierten Bürger, Meinungsbildner sowie Vertreter von Organisationen und Vereinen angeregt zu diesen drei Kernthemen.

Beim Thema nachhaltiger Tourismus durch regionale Kooperationen fokussierte sich der Arbeitskreis darauf, landwirtschaftliche und handwerkliche Produkte verstärkt in die Gastronomie und Hotellerie zu bringen. Mit dabei waren auch fünf Schülerinnen der Tourismusschulen St. Johann, die auch ihre Maturaarbeiten zu diesem Thema schreiben. Für 2018 sind bereits offene Stammtische und die Gründung einer Plattform in Planung.

Eine eigene Wilder Kaiser Marke sowie Storytelling für den Endkonsumenten wurden als Ideen geboren. Besondern Anklang fand das Konzept eines Regionalitätscoaches. Dieser soll, analog zum Vermietercoach, in den Gastronomiebetrieben über die Möglichkeiten des Bezuges und der Verarbeitung regionaler Produkte informieren.

Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur

Zum nachhaltigen Tourismus gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur. Eine Umweltschule Wilder Kaiser könnte die Sensibilisierung für umweltbewusstes Verhalten bei Einheimischen und Gästen unterstützen. Auch das Naturschutzgebiet Kaisergebirge verdient eine stärkere Beachtung. Zu den Themen „Hunde und Natur“ sowie „Freizeitsport und Natur“ wurden darüber hinaus Dialogformate entwickelt, um gemeinsam Regeln zur nachhaltigen Nutzung der Natur für alle Anspruchsgruppen zu entwickeln.

Verständnis für den anderen entwickeln

Die Abendsession zum Thema Dialog und Identität zielte darauf ab, Verständnis für den jeweils anderen zu erwirken. Bürger, Veranstalter, Touristiker, Vereinsobleute und Künstler versuchten die abstrakten Begriffe „nachhaltiger Qualitätstourismus“ und „Identität“ greifbar zu machen. Auch hier zeigt sich, dass im Dialog und Meinungsaustausch das Potential steckt, das Gesamtsystem zum Wohle aller zu verbessern.

Für Ende Januar ist die nächste große, öffentliche Abendveranstaltung geplant, anschließend geht es mit den Arbeitsgruppen weiter. Interessierte Bürger, die gerne mitreden und die Zukunft ihrer Region mitgestalten wollen sind dazu herzlich eingeladen und können sich in den Infobüros bzw. unter zukunft@wilderkaiser.info gerne jederzeit melden.

Bild: Der Arbeitskreis „Nachhaltiger Qualitätstourismus“. Foto: Wilder Kaiser

 
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