30.05.2018
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Podestplatz bei Superkarpata

Die Superkarpata gehört zu den schwierigsten Offroad Herausforderungen. Sieben Tage lang müssen sich die Teams in einem vorgegebenen Bereich ihren Weg suchen. Das Kitzbüheler Team „Offroad Team Bergschmiede“ war auch heuer wieder mit dabei und konnte sich den dritten Platz sichern.

Kitzbühel | Die Superkarpata startete eigentlich schon in der Hellsklamm bei Wien, denn hier werden die OnlineTracker auf die Fahrzeuge montiert. Danach müssen die teilnehmenden Fahrzeuge – ohne Anhänger – die Verbindungsetappe nach Rumänien runter spulen. So wollen die Organisatoren verhindern, dass Prototypen oder für den Verkehr nicht zugelassene Fahrzeuge an der Superkarpata teilnehmen.

26 Teams aus acht Nationen stellten sich heuer der einwöchigen Herausforderung. Mit dabei auch wieder das Kitzbüheler Team „Offroad Team Bergschmiede“ mit Mathias, Jakob und Sigi Monitzer sowie Hans-Peter Meyer. Das Kitzbüheler Quartett kennt diese Herausforderung, schließlich war es die dritte Teilnahme.

Intensive Vorbereitung

Bevor sich aber die Vier auf den Weg machten, galt es noch an den Autos zu schrauben. „Nach dem Vertical Up Rennen gab es nichts Anderes mehr, als das Auto für die Superkarpata fit zu machen“, erzählt Hans-Peter Meyer. Neben den verschiedensten Verstärkungen für Stoßdämpfer, Stoßstange und Federn mussten auch Halterungen für das Werkzeug (Schaufeln, Pickel, etc.) und die Ersatzteile der Fahrzeuge geschaffen werden. Während der Superkarpata sind die Teams völlig auf sich gestellt. Neben der Verpflegung und Frischwasser ist es auch wichtig eine gute Auswahl an Ersatzteilen und Werkzeugen mitzuführen, denn die Reparaturen sind vor Ort zu tätigen. Und zudem müssen die Teams auch noch ihren Spritverbrauch kalkulieren, denn innerhalb der Korridore gibt es keine Möglichkeit zu tanken.

Floß bauen und Abschleppseil wickeln

Nach zehnstündiger Fahrt kamen die Teams in Rumänien an. Es gab noch eine Nacht zum Erholen, ehe die wahre Herausforderung startete. Bevor die 26 Teams in den ersten Korridor starteten, mussten sie noch ein Floß bauen, mit dem die Copiloten eine sechs Kilometer lange Strecke auf dem Fluss befahren mussten, ehe sie die Koordinaten an die Fahrer weitergeben konnten. Vier Tage lang bewegten sich die Teams in diesem ersten Korridor. Gleich am ersten Tag musste die Kitzbüheler Mannschaft die erste Panne hinnehmen. Beim Fahrzeug von Hans-Peter Meyer brach die Heckscheibe aus. Doch davon ließ sich das Tiroler Quartett nicht einbremsen. Die Anforderungen an das Team waren an den ersten Tagen enorm, täglich musste bis zur letzten Minute gefahren werden, um den langen Korridor zu schaffen.

Mit einer Zusatzaufgabe wurde der zweite Abschnitt der Superkarpata in Angriff genommen. Die Teams mussten aus den Materialien, die die Natur hergibt, ein Abschleppseil basteln. Als Belohnung hätte es eine Zeitgutschrift gegeben. „Keines der Teams konnte ein taugliches Abschleppseil anfertigen“, erzählt Hans-Peter Meyer. Im zweiten Korridor, der innerhalb von drei Tagen zu bewältigen war, hatte die Kitzbüheler Mannschaft mit etlichen Pannen zu kämpfen. Eine gebrochene Dieselleitung, der Bruch des Gleichlaufgelenkes an der Achse, Schwierigkeiten mit den Stoßdämpfern und ein Kühlerproblem stellte die vier Männer vor eine zusätzliche Herausforderung.

Podestplatz für das Bergschmiede Team

Nach dem ersten Korridor lag das Offroad Bergschmiede Team an der hervorragenden zweiten Stelle. Der Rückstand auf das führende Team war nicht allzu groß. Die Schwierigkeiten im zweiten Abschnitt des Offroad-­Bewerbes bremste die Kitzbüheler aber ein. Um noch im zeitlich vorgegebenen Rahmen das Ziel zu erreichen, mussten sie den vorgegebenen Korridor verlassen und „abkürzen“. Am Ende reichte aber doch für den dritten Platz. Den Sieg holte sich das österreichische Team  „Teamsaurer“ vor „The Spirits“, die ebenfalls aus Österreich kommen.

Neben dem dritten Platz gewann das Offroad Bergschmiede Team aber auch den Teamspirit-Award, wie schon im letzten Jahr, und bekam dazu den Startplatz für die nächstjährige Auflage. Elisabeth M. Pöll

 
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