22.03.2015
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Piste unter die Lupe genommen

Der deutsche Journalist Christoph Schrahe ist Skifahrer mit Leib und Seele und hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht – er vermisst weltweit Skigebiete und veröffentlicht die Erkenntnisse in Buchform. Vergangene Woche nahm er auch das Skigebiet Fieberbrunn als sein bereits 450stes Gebiet unter die Lupe.

Fieberbrunn | „Es ist einfach die schönste Sache der Welt, die man angezogen tun kann“ - wenn es ums Skifahren geht, dann kennt Christoph Schrahes Begeisterung keine Grenzen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes – der deutsche Journalist und Unternehmensberater ist rund ums Jahr auf den Skipisten dieser Welt unterwegs. „Wie viele Pistenkilometer hat ein  Skigebiet wirklich“ – es ist diese Frage, die Christoph Schrahe bereits seit Jahren umtreibt und er hat sie in bereits 450 Skigebieten beantwortet. Die Erkenntnisse über Pistenlänge, Ausdehnung des Skigebietes und Höhendifferenz verpackt Schrahe in Skiführer, die es nicht nur für europäische, sondern auch für nordamerikanische Skigebiete in mehrfacher Auflage gibt. Für viele Skiliftbetreiber übrigens ein Standardwerk, dass in jedes Liftbüro gehört.

Ergebnisse brachten Betreiber ins Schwitzen

Auch in Tirol gibt es kaum ein Skigebiet, dass der Deutsche nicht kennt. „Kitzbühel sowie die SkiWelt rangieren inzwischen unter den Top 15 der Welt“, erklärt Schrahe, der vor einigen Jahren mit seinen Messergebnissen auch so manchen Tiroler Skiliftbetreiber ins Schwitzen gebracht hat. Einige Skigebiete mussten nach Schrahes Veröffentlichung ihre Marketingkonzepte abändern – hatten sie doch die Pisten zickzack und nicht von oben nach unten vermessen und es damit geschafft, mehr Pistenkilometer anzugeben, als vorhanden waren. Die mediale Aufregung war groß, doch inzwischen  haben die Betreiber die Angaben meist korrigiert. Die Kirche ist also wieder im Dorf.

„Nicht mit dem Maßband unterwegs“

Im Vorfeld des Zusammenschlusses der Fieberbrunner mit dem Skigebiet Saalbach-Hinterglemm war Christoph Schrahe dieser Tage auch in Fieberbrunn unterwegs. „Nicht mit dem Maßband, wie man glauben möchte“, schmunzelt Christoph Schrahe. Mit Hilfe von geografischen Informationssystemen, behördlichen Geo-Informationsdiensten, interaktiven Karten der Skigebiete, Desktop-Mapping-Programmen sowie GPS-Aufzeichnungen, aber natürlich auch auf der Piste selbst hat der Journalist das Gebiet ausgemessen. Daten über Saalbach-Hinterglemm liegen bereits seit Längerem vor.

Die Kilometerangabe stimmt genau

Und die Nachricht, die Christoph Schrahe für die Fieberbrunner hat, ist ein Grund zur Freude: Es war eine Punktlandung. Die angegebenen 40 Pistenkilometer stimmen – und damit auch die 240 Pistenkilometer, mit der die beiden Skigebiete im Blick auf die Wintersaison 2015 auch bereits werben. Die Erkenntnisse wird Christoph Schrahe auch in seiner neuesten Ausgabe der Top100-Skigebiete der Welt aufnehmen.

Wer ist größer: SkiWelt oder Skicircus?

Mit diesen neuen Erkenntnissen ist aber auch das Rennen um das größte Skigebiet im Bezirk Kitzbühel eröffnet – denn laut Schrahe verfügt die SkiWelt über 257 Pistenkilometer. „Da die Kelchsau sowie Schwoich zwar der SkiWelt zugerechnet werden, aber eben nicht direkt ins Skigebiet anschließen, muss man die 257 Kilometer als Maß nehmen und eben nicht die 279 Kilometer, die offiziell genannt werden, auch wenn sie natürlich schon stimmen“, betont Christoph Schrahe, erklärt aber, dass die SkiWelt natürlich das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs ist.
Fest steht aber auch, dass die Fieberbrunner dank des Zusammenschlusses den Brixentalern knapp auf den Fersen sind. „Ich arbeite jetzt noch alle Daten genau aus und aktualisiere sie. Dann wissen wir es genau. Derzeit schaut es aber ganz so aus, als könnte Fieberbrunn die SkiWelt noch toppen“, erklärt der Journalist.
Margret Klausner

Bild: Fieberbrunns Bergbahn-Marketingchef Sebastian Schwaiger (li.) mit Christoph Schrahe bei der Recherche.Foto: Klausner

 
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